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(24.06.2022) Am zweiten Wettkampftag der Deutschen Meisterschaften in Berlin durfte Cornelius Jahn bereits über sein zweites Gold in Berlin jubeln. Nachdem sich der 19-Jährige schon gestern über die 200m Rücken durchsetzte, war er am Freitag auch über die halbe Distanz nicht zu schlagen.

In 55,17 Sekunden schwamm Jahn in einem äußerst engen Finale über die 100m Rücken erneut zu Gold. Die Silbermedaille erkämpfte sich Alexander Bauch in 55,23 Sekunden, dicht gefolgt von Marvin Dahler (55,27). Die Top drei trennten somit gerade einmal eine Zehntel. Geschlagen geben musste sich dahinter Christian Diener, für den es in 55,67 Sekunden nur zur Holzmedaille reichte.

Über die zweite Einzelmedaille dieser Meisterschaften durfte sich auch Cedric Büssing freuen, der im 800m Freistil Finale der Männer nach 8:05,88 Minuten als Dritter anschlug. Am gestrigen Tag hatte Büssing schon die 400m Lagen für sich entscheiden können. Über die lange Freistilstrecke galt es heute, ein komplett neues Podium zu füllen, da sich die drei Medaillengewinner des vergangenen Jahres allesamt auf die Welt- bzw. Europameisterschaften konzentrieren und in Berlin nicht über diese Strecke an den Start gingen. In Abwesenheit von Sven Schwarz, Oliver Klement und Henning Mühlleitner schwamm Mahmoud Ahmed zu seinem ersten Deutschen Meistertitel. In 8:02,29 Minuten blieb der Neckarsulmer knapp über der acht Minuten Marke. Auf dem zweiten Platz landete Silas Beth (8:03,06), der auf der ersten Rennhälfte noch gleichauf mit dem späteren Sieger lag.

Eine überzeugende Leistung lieferte Melvin Imoudu über die 100m Brust ab. In 1:00,21 Minuten schwamm er unangefochten zu Gold, verbesserte seine im Vorlauf aufgestellte Saisonbestleistung um weitere 2,1 Zehntel und betonte, dass er auch im internationalen Vergleich mithalten kann. Denn die Zeit des Potsdamers hätte im Halbfinale der Weltmeisterschaften in Budapest für einen guten 13. Platz gereicht. Über die weiteren Medaillen durften sich Philipp Brandt (1:01,33) und Jan Delkeskamp (1:01,84) freuen. Mit dabei war in diesem Finale auch Marco Koch, dessen Stärken jedoch bekanntlich eher auf der 200m Strecke liegen. In soliden 1:03,81 Minuten kam Koch nicht über den achten Platz hinaus.

Bei den Frauen ging der Titel über dieselbe Strecke an Nele Schulze, die sich in 1:08,11 Minuten deutlich gegenüber den anderen Athletinnen durchsetzte und damit eine starke neue Bestzeit aufstellte. Ihre gute Form hatte die Berlinerin bereist im Vorlauf angedeutet. Zu Silber schwamm Bente Fischer (1:09,43), die in diesem Jahr noch bei den Europameisterschaften in Rom das deutsche Team vertreten wird, allerdings über die doppelte Distanz. Schulze ist ebenfalls für die Wettkämpfe in Rom nominiert nämlich für die 4x100m Freistilstaffel. Auf dem Bronzerang landete Julia Titze, die lediglich vier Hundertstel vor Kim Emely Herkle anschlug und sich so in 1:10, 20 Minuten ihren Platz auf dem Podium erkämpfte.

Während die Routiniers Koch und Diener heute leer ausgingen lief es für die ebenfalls sehr erfahrene Jenny Mensing besser: Über die 100m Rücken brachte sie in 1:02,09 Minuten die zweitschnellste Zeit des Feldes ins Wasser. Den Meistertitel sicherte sich hier die Olympiateilnehmerin Laura Riedemann, die das Rennen in 1:01,32 Minuten souverän für sich entscheiden konnte. Das Podium komplettierte Sonnele Özturk (1:02,34), die bereits im vergangenen Jahr auf dem Bronzerang gelandet war.

Über die 400m Freistil der Frauen lieferten sich zwei in den USA trainierende Schwimmerinnen ein packendes Duell um Gold. Jubeln durfte am Ende Julia Mrozinski, die in 4:11,31 Minuten am schnellsten durch das Becken krauelte. Das Nachsehen hatte Nicole Maier (4:12,21), für die am Ende aber der Vizetitel und eine neue Bestleistung heraussprang. Hinter den beiden 22-Jährigen schwamm Maya Werner in 4:14,67 Minuten auf den dritten Platz. Mrozinski und Maier blieben mit ihren Zeiten übrigens auch klar unter der Normzeit für die Schwimm-EM in Rom. Da diese Strecke aber bereits in der ersten Qualifikationsphase in diesem Jahr besetzt wurde, unter anderem durch Julia Mrozinski, konnten hier in Berlin keine zusätzlichen Tickets fürs Nationalteam vergeben werden.

Später konnte Werner gemeinsam mit Kellie Messel, Zoe Vogelmann und Marie Brockhaus die 4x200m Freistil Staffel für sich entscheiden. In 8:19,42 Minuten ließ das Quartett aus Heidelberg der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Die Vizemeisterinnen der SG Neuss (8:49,17) schlugen gut dreißig Sekunden hinter den Siegerinnen an. Gesellschaft auf dem Podium bekamen die beiden Teams von den Schwimmerinnen des SCW Eschborn (8:54,60).

Deutlich umkämpfter war das Rennen um den Meistertitel über die 4x100m Freistil der Männer. Hier setzte sich zum Abschluss des Finalabschnittes das Team des SC Wiesbadens durch. In 3:22,32 Minuten verwiesen Artem Selin, Bohdan Shelipov, Artem Chobotar und Adrian Eichler die Teams der SG Frankfurt (3:22,91) und der Wasserfreunde Hannover (3:24,15) auf die Ränge zwei und drei.

Die wichtigsten Links zur Schwimm-DM 2022:

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