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(01.04.2022) Die deutschen Schwimmer sorgen in den USA für schnelle Zeiten. Am zweite Wettkampftag der Pro Swim Series in San Antonio gab es nicht nur eine Weltklasseleistung durch Anna Elendt. Auch Eric Friese und Jade Foelske waren in den Finalläufen zu sehen.

Für das Highlight des Tages aus deutsche Sicht sorgte zweifelsfrei Anna Elendt. Im Finale über die 100m Brust schwamm sie in 1:05,58 Minuten wie schon im Vorlauf erneut einen Deutschen Rekord und musste sich nur der Weltrekordhalterin Lilly King (1:05,32) geschlagen geben. Somit sicherte sie sich deutlich ihr Ticket für die Weltmeisterschaft in Budapest. Einen genauen Bericht zu Elendts zweitem deutschen Rekord des Tages findet ihr hier: Hallo, Weltklasse! Anna Elendt steigert erneut den Deutschen Rekord

Ein weiterer Kandidat für die internationalen Höhepunkte dieser Saison ist Eric Friese. Er schwamm in San Antonio über die 100m Schmetterling in 52,10 Sekunden zwar eine neue persönliche Bestzeit, verpasste aber die EM-Norm (51,95) knapp. Im Finale musste er sich zudem mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben. Den Sieg sicherte sich der Kurzbahn-Weltmeister Shaine Casas (51,09) vor Weltrekordhalter Caeleb Dressel (51,79). Im Ranking für die deutsche Lagenstaffel für WM bzw. EM hat Friese damit aber nun die Nase vorn.

Neben Friese war auch Jade Foelske über die 100m Schmetterling zu sehen. Im B-Finale schlug sie in 1:01,17 Minuten als Dritte an. Die EM-Qualifikationszeit für Jahrgang 2001 und jünger (59,35 Sekunden) war für sie nicht in Reichweite. Die Wiesbadenerin Yara Hierath darf sich ebenfalls an diesen Sonderregelungen orientieren, schaffte es am Mittwoch in 8:45,75 Minuten aber nicht die Norm für die 800m Freistil (8:43,50) zu unterbieten.

Aus dem Kreis der US-Stars machte besonders Katie Ledecky in der Nacht zu Freitag auf sich aufmerksam. Über die 200m Freistil der Damen war sie einmal mehr eine Klasse für sich und schwamm in 1:55,66 Minuten zum Erfolg. Auch Michael Andrew zeigte über die 100m Brust der Herren seine aktuell bestechende Form und schrammte in 59,03 Sekunden knapp an der 59 Sekunden Marke vorbei.

Einer präsentierte sich stark, durfte aber dennoch nicht jubeln: Der Youngstar Leon Marchand gewann in 4:10,38 mit über neun Sekunden Vorsprung die 400m Lagen, wurde aber kurz danach disqualifiziert, da er die berühmte „Ryan Lochte Wende“ benutzte und während der Freistil-Distanz nach der Wende auf dem Rücken kickte. UPDATE: Nach einem Einspruch wurde die Disqualifikation zurückgezogen. Marchands Zeit wurde also gewertet. Der Franzose stellte damit eine neue Weltjahresbestleistung auf.

Bild: Symbolfoto

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