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(18.09.2021) Das siebte Match der diesjährigen ISL-Saison zählt zweifellos zu einem der spannendsten Meetings der Vorrunde! Das Team der Cali Condors (581 Punkte) und die Toronto Titans (529,5 Punkte) um Fabian Schwingenschlögl und Marius Kusch lieferten sich einen packenden Kampf um den Sieg, den die Titelverteidiger erst dank starker Leistungen in den abschließenden Skin-Rennen für sich entscheiden konnten. Der deutliche Vorsprung von über 50 Punkten täuscht dabei etwas, denn lange sah es so aus, als könnten die Titans nach der Premiere in Match 5 in der vergangenen Woche ihren zweiten ISL-Sieg überhaupt feiern. Für das Team Iron (362,5 Punkte) und insbesondere die New York Breakers (293 Punkte) auf Platz drei und vier wird die Qualifikation für die Playoffs in Eindhoven wiederum immer schwieriger.

Über den gesamten zweiten Wettkampftag hinweg entwickelte sich ein packender Zweikampf zwischen den beiden Teams aus Nordamerika, der durch ständige Führungswechsel und enge Rennen gezeichnet war. Der marginale Vorsprung von neun Punkten, den sich die Titans am ersten Tag erarbeiten konnten, hielt gerade einmal zwei Rennen. Dann war es Kelsi Dahlia, die mit ihrem Sieg über die 200m Schmetterling für den ersten Führungswechsel zugunsten der Condors sorgte (2:04,85). Dieser war allerdings nicht von langer Dauer, denn bereits im darauffolgenden Rennen der Herren schlugen die Kanadier mit einem Doppelsieg von Alberto Razzetti und Jay Lelliott zurück. Dieses Kunststück gelang im anschließenden Rennen auch ihren Teamkollegen Kylie Masse und Lisa Bratton über 100m Rücken, wobei die Siegerin in 55,83 stolze 19 Punkte einfahren konnte. In diesem Rennen war für die Cali Condors auch Kathrin Demler am Start, die allerdings auf ihrer Nebenstrecke als Achte ihren Punkt abgeben musste (59,84). Bei ihrem zweiten Start wusste die Essenerin jedoch zu überzeugen: Über 400m Lagen belegte sie in 4:34,76 Platz 3 und trug acht Punkte zum Sieg ihrer Condors bei. Marie Pietruschka und Leonie Kullmann, die beiden anderen Deutschen im Dienst der Condors, erhielten am Freitag einen Ruhetag.

Somit konnten die Titans nach etwa einem Drittel des Matches ihren Vorsprung auf 30 Punkte ausbauen – eigentlich ein gutes Polster. Doch über die 100m Brust spielten die Condors ihre ganze Klasse aus. Mit einem Doppelsieg von Lilly King (1:03,53) und Molly Hannis wanderten ganze 26 Punkte auf das Konto der Kalifornier, während Toronto mit 0 Punkten komplett leer ausging. Bei den Herren sorgte im Anschluss Nic Fink mit seinem Sieg in 56,74 dafür, dass die Favoriten wieder die Spitzenposition übernahmen. In diesem Rennen waren mit Fabian Schwingenschlögl (Toronto) und Marco Koch (New York Breakers) gleich zwei deutsche Topschwimmer am Start. Der Neckarsulmer Schwingenschlögl lag nach 50m an der Spitze des Feldes und belegte am Ende hinter Fink einen starken zweiten Platz. Dabei schwamm er in 57,25 gerade mal eine halbe Sekunde langsamer als der von Koch gehaltene deutsche Rekord, der in diesem Rennen Platz sechs belegte (58,55). Ebenfalls Zweiter wurde in 22,53 Sekunden Marius Kusch über die 50m Schmetterling, der sich nach seinem Sieg über die doppelte Distanz am ersten Tag nur dem 41-jährigen Routinier Nicholas Santos (22,09) vom Team Iron geschlagen geben musste.

Das spannendste Rennen des Abends lieferten sich die beiden Topteams allerdings über die 4x100m Lagen Mixed-Staffel, das auf Bahn vier und fünf ausgetragen ein Sinnbild für den engen Zweikampf zwischen Condors und Titans war. Nach 300m lag das Team der Kanadier dank starker Leistungen von Fabian Schwingenschlögl (Brust, 57,26) und Marius Kusch (49,77) einige Zehntel vorne. Auf der abschließenden Kraulstrecke konnte Kayla Sanchez dank eines fulminanten Schlussspurts gegen Natalie Hinds mit gerade mal 13 Hundertstel Vorsprung den Sieg für ihre Titans verteidigen (3:35,51). Nach diesem Rennen waren beide Teams, einen Wettkampf vor Beginn der Skins, genau punktgleich! Ebenfalls in der Staffel am Start war Marco Koch, der über die Brustdistanz (58,70) mit seiner Mannschaft Platz sieben erreichte. Der zweite Deutsche im Team der Amerikaner, Philip Heintz, schlug über die 100m Lagen beim Sieg von Finlay Knox (51,77) in 53,21 als Sechster an.

Dass der Sieg für die Condors so deutlich ausfiel, lag alleine an den abschließenden Skin-Rennen. Durch ihre Staffel-Siege am Ende des ersten Abschnitts durfte das Team die zu schwimmenden Lagen bestimmen und stachen somit die Konkurrenz aus Kanada aus. Bei den Damen konnte sich in der letzten Runde Kelsi Dahlia gegen ihre kalifornische Teamkameradin Beata Nelson durchsetzen und somit alleine bei den Damen 40 Punkte mehr als die Titans holen. Bei den Herren siegte über die Rückendistanz Robert Glinta (Team Iron) vor dem Condor Coleman Stewart. Da hier jedoch beide Schwimmer der Titans nicht über die erste Runde hinauskamen, war es für die Titelverteidiger eine verschmerzbare Niederlage.

Für die Cali Condors war es bereits der vierte Auftritt in der Vorrunde, die für sie nun beendet ist. Sie können sich als aktueller Tabellenführer (15 Punkte) zurücklehnen und auf die Playoffs vorbereiten. Für die drei anderen Teams geht es in Match 9 und 10 nächste Woche um die entscheidenden Punkte im Kampf um die Playoffs. Während die Toronto Titans als aktuell Zweiter sicher für die nächste Runde in Eindhoven planen können, wird es für das Team Iron mit 5 Punkten in der Tabelle schon etwas enger. Die New York Breakers, nach drei Niederlagen mit gerade mal 3 Punkten Schlusslicht, werden wohl im Relegationsmatch der Plätze sieben bis zehn ran müssen. Die besten beiden Mannschaften dieses Wettkampfes dürfen sich erneut in den Playoffs beweisen.

Die Schnellsten des zweiten Wettkampftages in Match 7 der ISL 2021:

  • 100m Freistil (w): 51,44 Kasia Wasick (TOR)
  • 100m Freistil (m): 46,58 Justin Ress (CAC)
  • 200m Schmetterling (w): 2:04,85 Kelsi Dahlia (CAC)
  • 200m Schmetterling (m): 1:51,20 Alberto Razzetti (TOR)
  • 100m Rücken (w): 55,83 Kylie Masse (TOR)
  • 100m Rücken (m): 49,31 Coleman Stewart (CAC)
  • 100m Lagen (w): 57,90 Beata Nelson (CAC)
  • 100m Lagen (m): 51,77 Finlay Knox (CAC)
  • 100m Brust (w): 1:03,53 Lilly King (CAC)
  • 100m Brust (m): 56,74 Nic Fink (CAC)
  • 50m Schmetterling (w): 24,90 Ranomi Kromowidjojo (IRO)
  • 50m Schmetterling (m): 22,09 Nicholas Santos (IRO)
  • 200m Freistil (w): 1:54,09 Barbora Seemanova (IRO)
  • 200m Freistil (m): 1:43,15 Luc Kroon (TOR)
  • 4x100m Lagen (mixed): 3:35,51 Toronto Titans
  • 400m Lagen (w): 4:27,79 Abbie Wood (NYB)
  • 400m Lagen (m): 4:01,59 Alberto Razzetti (TOR)
  • 50m Schmetterling Skins (w): Kelsi Dahlia (CAC)
  • 50m Rücken Skins (m): Robert Glinta (IRO)