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(11.07.2021) Zum Abschluss der Junioren-Europameisterschaften konnte das deutsche Team den größten Erfolg der Titelkämpfe in Rom bejubeln: Der Dortmunder Cedric Büssing sicherte sich über die 400m Lagen die Goldmedaille und damit den ersten und einzigen Sieg der deutschen Mannschaft.

In 4:17,40 Minuten verbesserte der 18-Jährige seinen erst vor einem Monat in Berlin aufgestellten Deutschen Jahrgangsrekord noch einmal deutlich um mehr als zwei Sekunden. Im Finale von Rom überzeugte Büssing mit einer souveränen Renneinteilung. Nach der Schmetterlingsstrecke hatte er noch an letzter Stelle gewendet, sich dann aber Stück für Stück im Feld nach vorn geschoben. Erst nach der letzten Wende übernahm der Youngster die Führung und gab sie bis zum Anschlag nicht mehr her.

Deutliche 1,8 Sekunden hinter ihm schlug sein Verfolger Jakub Bursa aus Tschechien an. Bronze ging an Artem Vorobev (4:20,21) aus Russland. Büssing kehrt nun mit einem kompletten Medaillensatz aus Italien zurück. In den zurückliegenden Tagen hatte er bereits über die 200m Lagen Platz drei belegt und mit der 4x200m Freistilstaffel Silber geholt.

Über die 400m Freistil gab es für die Magdeburgerin Leonie Märtens in 4:17,11 Minuten Platz sieben. Gold ging an die Türkin Merve Tuncel, die sich in 4:06,25 Minuten ihren dritten Titel in Rom sicherte. Dabei war sie erneut dem Feld überlegen und schlug fast vier Sekunden vor der Zweitplatzierten Bettina Fabian (4:10,16) aus Ungarn an. Bronze holte die Italienerin Giulia Vetrano (4:12,23).

Levin Peschlow beendete die Junioren-EM ebenfalls als Siebter über die 800m Freistil in 8:06,39 Minuten. An der Spitze des Finals pushten sich Yigit Aslan (7:51,20) und Mert Kilavuz (7:52,19) zu einem überlegenen türkischen Doppelsieg. Auch Luca de Tullio (7:58,10) aus Italien blieb unter der Acht-Minuten-Marke.

Fünfmal sprang für die deutschen Talente zum JEM-Abschluss Platz acht raus, unter anderem auch für die 4x100m Lagenstaffeln mit Lina Kröger (1:03,57), Nele Schulze (1:09,72), Anna-Lena Kuhn (1:01,47) und Lisa-Marie Finger (55,76 - Ges. 4:10,52) sowie Ole Mats Eidam (57,01), Manuel Kohlschmid (1:02,79), Kirill Lammert (55,22) und Timo Sorgius (50,54 - Ges. 3:46,46). Bei den Damen schwammen Russland (4:02,72), Frankreich (4:03,69) und Großbritannien (4:07,49) aufs Podest. Edelmetall bei den Herren ging über die 4x100m Lagen an Polen (3:37,46), Russland (3:39,30) und die Ukraine (3:39,43).

In den Finals über die 200m Rücken belegten Lise Seidel (2:17,49) und Cornelius Jahn (2:04,33) jeweils Platz acht. Die Medaillen gingen hier an Laura Bernat (POL - 2:10,14), Katie Shanahan (GBR - 2:11,27) und Erika Geatani (ITA - 2:11,46) sowie Ksawery Masiuk (POL - 1:58,31), Berke Saka (TUR - 1:59,02) und Kaloyan Levterov (BUL - 1:59,13). 

Auch Nina Sandrine Jazy schwamm in 25,93 Sekunden über die 50m Freistil auf Platz acht. Auf dem Podium durften Daria Tatarinova (RUS - 24,87), Jana Pavlic (CRO - 25,35) und Eva Okaro (GBR - 25,45) stehen.

Die weiteren Finals am Sonntag fanden ohne deutsche Beteiligung statt. Rumäniens Teenage-Phänomen David Popovici gewann nach den 100 und 200m Freistil in 22,22 Sekunden auch die 50m Freistil überlegen vor Nikita Chernousov (RUS - 22,83) und Martin Kartavi (ISR - 22,92). 

Ein bemerkenswertes Ergebnis gab es über die 200m Schmetterling der Herren. Hier fuhren die 17-jährigen polnischen Zwillinge Krzysztof und Michal Chmielewski in 1:56,29 bzw. 1:57,09 Minuten einen Doppelsieg ein. Bronze ging dahinter an den Russen Vadim Klimenishchev (1:57,49). Über die 100m Schmetterling der Damen sicherten sich Lana Pudar (BIH - 57,56), Daria Klepikova (RUS - 58,07) und Anastasiia Markova (RUS - 58,73) die Plaketten. Spannend ging es über die 100m Brust der Damen zu. Hier schlug die Estin Eneli Jefimova in 1:07,24 Minuten nur eine Hundertstel vor Elena Bogomolova aus Russland an. Karolina Piechowicz (POL - 1:08,93) komplettierte das Podium. 

Die wichtigsten Links zur Junioren-EM 2021:

Bilder: Deepbluemedia/G. Scala