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(08.06.2021) Vor fünf Jahren durfte die in Hamburg trainierende Syrerin Yusra Mardini in Rio ihre Olympiapremiere feiern und als als Teil des IOC Refugee Teams auf die problematische Situation von Flüchtlingen weltweit aufmerksam machen. Im Sommer werden wir die 23-Jährige erneut auf der olympischen Bühne erleben.

Mardini wurde ebenso wie der auch aus Syrien stammende und in Hannover trainierende Alaa Maso für die zweite Auflage des IOC Refugee Teams nominiert. Das gab das Internationale Olympische Komitee am Dienstag offiziell bekannt. Als Betreuer werden auch die Trainer der beiden, Veith Sieber und Emil Guliyev, bei den Spielen in Tokio dabei sein. 

Insgesamt wurden 29 Sportler ins Flüchtlingsteam berufen. Mardini, die die 100m Schmetterling schwimmen wird, und Maso, der über die 50m Freistil auf den Block steigen darf, sind die einzigen beiden Schwimmer in der Mannschaft.

Yusra Mardini erlangte durch die bewegende Geschichte ihrer Flucht vor dem Krieg in Syrien über die Grenzen des Schwimmsports hinaus Bekanntheit. Die junge Leistungsschwimmerin verarbeitete ihre Erfahrungen in der weltweiten erfolgreichen Biografie "Butterfly". Aktuell wird an einer Verfilmung für den Streamingdienst Netflix gearbeitet. Vielleicht können hier ja auch noch ein paar paar Momente der Spiele von Tokio mit einfließen.