Medisports Network

(11.04.2021) Uns steht ein spannender Schwimm-Sonntag bevor. Erneut geht es in Magdeburg, Stockholm, Eindhoven und sogar in Kalifornien für deutsche Schwimmer um die Olympiatickets. Besonders im Fokus stehen heute Nachmittag und Abend die Plätze in den deutschen Staffeln.

Umkämpft sind vor allem die beiden 4x200m Freistilquartette. Zwar konnten beide Teams die DSV-Norm zur Qualifikation für Tokio noch nicht erfüllen. Das dürfte sich am Nachmittag aber ändern, denn sowohl in Magdeburg als auch Eindhoven ließen die Schwimmer schon in den Vorläufen mit vielversprechenden Leistungen aufhorchen.

Beim Gothaer Pokal in Magdeburg setzte Lukas Märtens einen Tag nach der Olympia-Qualifikation über die 400m Freistil auch auf der halben Strecke ein Achtungszeichen. Er schlug in 1:47,51 Minuten nur knapp über seiner persönlichen Bestzeit an. Ähnlich schnell waren in Eindhoven Poul Zellmann (1:48,08) und Henning Mühlleitner (1:48,15), die damit auch die Einzelnorm für die Schwimm-EM in Budapest unterboten. In Magdeburg wiederum blieb auch Florian Wellbrock (1:49,45) unter der 1:50er-Marke.

Auch bei den Damen verspricht es ein interessantes Fernduell über die 200m Freistil zu werden. In Magdeburg legte Isabel Gose in starken 1:58,29 Minuten vor und war damit bereits schneller als jede andere deutsche Athletin in diesem Jahr. Sarah Köhler könnte ebenfalls das Rennen in die Staffelplätze eingreifen. In Eindhoven brachten sich im Vorlauf Annika Bruhn (2:00,19), Marie Pietruschka (2:00,31), Kathrin Demler (2:00,49) und auch Julia Mrozinski (2:01,88) in Position. Auch die Einzelnormen über die 200m Freistil (Damen: 1:57,20 / Herren: 1:46,70) könnten heute wackeln.

Auf den 100m-Strecken wird es ebenfalls spannend. So konnten die gemischte Lagenstaffel und die Lagenstaffel der Damen bisher die Normanforderungen für Tokio noch nicht erfüllen. Dies könnte sich am Nachmittag ändern, wenn Laura Riedemann in Eindhoven über die 100m Rücken ins Becken geht. Im Vorlauf lieferte sie in 1:00,33 Minuten bereits eine Zeit ab, die den beiden Lagenstaffeln zur Qualifikation verhelfen würde. Dies gilt es also im Finale zu wiederholen oder zu steigern. Für ein Achtungszeichen von internationalem Format sorgte über diese Strecke am Vormittag Kira Toussaint. In 58,74 Sekunden stellte sie über die 100m Rücken einen neuen niederländischen Rekord auf.

In Magdeburg erwartet uns zudem ausnahmsweise mal ein direktes Duell. Sowohl Angelina Köhler als auch Aliena Schmidtke könnten in der Elbestadt Empfehlungen für die Lagenstaffel abgeben. In den Vorläufen waren sie über die 100m Schmetterling bereits 59,09 bzw. 59,40 Sekunden schnell. Bei den Herren hat Marek Ulrich in Magdeburg über die 100m Rücken die Chance, seine Zeit von 54,27 Sekunden über die 100m Rücken zu steigern. Mit dieser liegt er aktuell an der Spitze des deutschen Rankings. Im Vorlauf war der Leipziger 55,12 Sekunden schnell.

Auch Stockholm sollten wir nicht vergessen. Hier kann Reva Foos über die 100m Freistil in den Kampf um die Staffelplätze eingreifen. Für die 200m hatte die Frankfurterin bereits am Freitag in 1:59,26 Minuten vorgelegt.

Und am Abend geht der Blick auch in die USA. Ab 19 Uhr finden hier die Finals des Pro Swim Meetings im kalifornischen Mission Viejo statt. In den Vorläufen über die 100m Freistil hatte dort der Potsdamer Eric Friese in 49,61 Sekunden seine gute Form angedeutet und im A-Finale hat auch er die Gelegenheit, noch einmal nachzulegen.

Links zum Thema: