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(09.02.2012) Olympiasiegerin Britta Steffen hat die Nachwuchsarbeit des Deutschen Schwimm-Verbandes kritisiert. “Ein langfristiger Leistungsaufbau, in dem mehrere an die Spitze geführt werden, der findet aus meiner Sicht so nicht mehr statt”, erklärte die Berlinerin. 

Die Lebensgefährtin von Weltrekordhalter Paul Biedermann kritisierte dabei nicht den Nachwuchs selbst, dieser zeige weiter den notwendigen Biss, sondern die Strukturen: “In Deutschland wächst, bis auf Paul, nicht viel nach. Das ist mit den Strukturen nicht so einfach, selbst an Sportschulen ist nicht immer gewährleistet, dass du zweimal am Tag trainieren kannst.” Selbst Nationen wie Dänemark seien da inzwischen vorbeigezogen.

Steffen selbst befindet sich derzeit voll in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in London und wird ihre Form unter anderem vom 9. bis 11. März bei der EM-Qualifikation der DSV-Schwimmer in Magdeburg testen. Zuletzt konnte die 28-Jährige bereits bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften überzeugende Leistungen abliefern.