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(20.03.2013) Der australische Schwimmverband hat  Medienberichte bestätigt, denen zufolge man zukünftig nicht mehr mit Chef-Trainer Leigh Nugent zusammenarbeiten wird. Entgegen bisheriger Berichte ging der Schritt jedoch von Nugent selbst aus. Er lehnt die bevorstehende Restrukturierung der sportlichen Führung der australischen Schwimmer ab und nimmt daher seinen Hut.

Dieser Schritt kommt nicht unerwartet. Die australischen Schwimmer hatten bei den Olympischen Spielen in London für das schlechteste Abschneiden seit 20 Jahren gesorgt.

Doch die sportlichen Ergebnisse der Aussie-Stars dürften nicht alleiniger Grund für die Entlassung Nugents sein. Wie Untersuchungsberichte vergangenen Monat aufdeckten, soll das Team-Klima bei den Olympischen Spielen "vergiftet" gewesen sein. Nugent soll dabei von Vorgängen wie Trinkgelagen, Medikamenten-Missbrauch oder auch Mobbing und der Belästigung weiblicher Sportler gewusst, aber weggeschaut haben. Zuletzt hatte Olympiasiegerin Melanie Schlanger den Rücktritt Nugents gefordert.

Als möglicher Nachfolger wird Michael Scott gehandelt. Dieser soll die neu geschaffene Position des Leistungssportdirektors wahrnehmen. Scott hatte zuletzt die britischen Schwimmer betreut. Da diese jedoch bei den Olympischen Spielen im eigenen Lande nur zwei Medaillen aus dem Becken fischten, nahm Scott beim britischen Schwimmverband seinen Hut. Offiziell wurde die Personalie jedoch noch nicht bestätigt.