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(23.02.2013) In der Debatte um die Geschehnisse im australischen Schwimmteam während der Olympischen Spiele in London melden sich immer mehr Sportler zu Wort. Mit Staffel-Olympiasiegerin Melanie Schlanger forderte nun die erste Top-Athletin offen den Rücktritt des stark in der Kritik stehenden Nationaltrainers Leigh Nugent.

Gegenüber "The Australian" warf sie Nugent vor, im Zuge der Aufdeckung der Vorgänge im australischen Teamcamp mehrfach seine Aussagen darüber, was er von diesen Ereignissen mitbekommen habe, geändert zu haben. "Ich persönlich vertraue ihm nicht mehr, unser Chefcoach zu sein", so Schlanger.

"Seine Geschichten ändern sich jeden Tag. Wie kann er sich dann noch vor das Team stellen und uns sagen, was wir zu tun haben und was nicht? Die Situation ist für ihn viel zu brisant geworden, um weiterhin unser Chefcoach zu bleiben." Schlanger hatte in London Gold mit der 4x100m Freistilstaffen geholt. Im Finale über die 100m Freistil hatte sie als Vierte nur knapp die Medaillen verpasst.

Zu Beginn der Woche hatten zwei Untersuchungsberichte schwere Fehlverhalten etlicher Athleten im australischen Olympia-Team offengelet. Die Rede war dabei unter anderem von Trinkgelage, Medikamenten-Missbrauch und Mobbing.