Medisports Network

(28.11.2010) Mit zwei weiteren Titeln für die Deibler-Brüder sowie dem Triumph von Marco Koch über die 200m Brust ist heute die Kurzbahn-EM in Eindhoven zuende gegangen. Die Freistilstaffel verpasste nur hauchdünn Gold. Titelverteidiger Paul Biedermann musste sich über die 200m Freistil mit Silber zufrieden geben. Auch Silke Lippok kam über diese Strecke auf Platz zwei. Damit konnte das DSV-Team die von Beginn an gehaltene Führung im Medaillenspiegel verteidigen und war somit die erfolgreichste Mannschaft in Eindhoven.

 

Vier Titel stehen am Ende in der Bilanz von Steffen Deibler, der damit der erfolgreichster Sportler dieser Europameisterschaften war. Am Schlusstag sicherte sich der Favorit auch den Sieg über die 50m Schmetterling. In neuer Weltjahresbestzeit von 22,34 Sekunden ließ er dem Ukrainer Andry Govorov (22,74) und dem Lokalmatadoren Joeri Verlinden (23,23) keine Chance.

Auch Markus siegt – Freistilstaffel knapp geschlagen

Zuvor hatte sich bereits sein jüngerer Bruder Markus den Titel über die 100m Lagen geholt und damit ebenfalls seinen Titel-Hattrick perfekt gemacht. Auch er sorgte in 52,13 Sekunden für eine neue Weltjahresbestzeit und verpasste den Deutschen Rekord von Thomas Rupprath nur um drei Hundertstelsekunden.
Am Ende hätte es fast noch den dritten Titel mit Deibler-Beteiligung am heutigen Tage gegeben. Mit der 4x50m Freistilstaffel verpassten die beiden sowie Stefan Herbst und Christoph Fildebrandt in 1:25,19 Minuten nur um drei Hundertstel den Sieg. Dieser ging an das Team aus Italien, dessen Schlussschwimmer Marco Orsi gerade noch am deutschen Team vorbeizog. Bronze holte das Team aus Russland.
Den dritten Sieg des DSV-Teams am heutigen Tage holte sich Marco Koch über die 200m Brust. In 2:04,86 Minuten war er nur eine gute halbe Sekunden langsamer als bei seinem Deutschen Rekord aus dem Vorjahr. Silber ging an den Spanier Melquiades Alvarez Caraballo (2:05,41). Bronze holte Anton Lobanov aus Russland in 2:06,71 Minuten.

Biedermann verpasst Titelverteidigung über 200m Freistil

Für Paul Biedermann wurde es nichts aus der doppelten Titelverteidigung. Nachdem er über die 400m Freistil seinen Sieg aus dem Vorjahr wiederholen konnte, reichte es heute über die 200m nur zu Silber. In 1:42,94 Minuten musste sich Biedermann dem Russen Daniil Izotov geschlagen geben, den er vor allem auf den dritten 50m zu weit hatte wegziehen lassen. Am Ende lag der Russe in 1:41,84 Minuten mehr als eine Sekunde vor dem Hallenser. “Seine Zeit heute war nicht drin, er war besser als ich, das muss ich anerkennen”, so Biedermann. Bronze ging ebenfalls nach Russland. Evgeny Lagunov wurde in 1:44,11 Minuten Dritter. Benjamin Starke kam in 1:44,97 Minuten auf Rang fünf.

Lippok mit Rekord zu Siber – Steffen holt Bronze

Wie schon bei der Europameisterschaft auf der Langbahn konnte sich Silke Lippok nun auch im 25m-Becken EM-Silber über die 200m Freistil holen. In 1:53,96 Minuten verbesserte sie zudem ihren eigenen Deutschen Rekord und musste sich damit lediglich der Hausherrin Femke Heemskerk (1:52,62) geschlagen geben. Bronze holte die Ungarin Evelyn Verraszto. Daniela Schreiber kam in 1:56,46 Minuten auf Rang fünf. Für Britta Steffen gab es am letzten EM-Tag über die 50m Freistil Bronze. In 23,95 Sekunden hatte die Berlinerin wie bereits über die doppelte Strecke gegen zwei der Hausherrinnen das Nachsehen. Ranomi Krowowidjojo gewann in 23,58 Sekunden vor ihrer Teamkameradin Hinkelien Schreuder (23,90). Dorothea Brandt wurde in 24,48 Sekunden Vierte.

Ruhnau verfehlt knapp das Podium

Caroline Ruhnau würde über die 100m Brust in 1:06,93 Minuten Vierte. Der Sieg ging hier an Moniek Nijhuis aus den Niederlande, die in 1:06,20 Minuten um eine Hundertstelsekunde schneller war als Sophie de Ronchie aus Frankreich. Auch die Bronzemedaille blieb in den Niederlanden, sie ging an Tessa Brouwer (1:06,65). Über die 100m Rücken kam Stefan Herbst in 52,33 Sekunden auf Rang sechs. Der Sieg ging wie über die halbe Distanz an den Russen Stanislav Donets (49,35), vor dem Italiener Damiano Lestingi (51,46) und Artem Dubovskoy (51,90) aus Russland.

Die Ungarin Szuszanna Jakabos entschied die 400m Lagen für sich. In 4:29,78 Minuten ließ sie die Slowenin Anja Klinar (4:30,83) und Lara Grangeon (4:30,93) aus Frankreich hinter sich. Theresa Michalak war als Neunte im Vorlauf in 4:39,72 Minuten um sechs Hundertstel am Finaleinzug vorbeigeschwommen.
Die 100m Schmetterling gewann Lokalmatadorin Inge Dekker in 56,51 Sekunden. Dahinter schwammen die Norwegerin Ingvild Snildal (57,46) vor Caterina Giachetto (58,17) aus Italien aufs Podest. Die Spanierin Duane da Rocha Marce entschied in 2:03,97 Minuten die 200m Rücken für sich. Silber ging an Sharon da Rouwendaal (2:04,13) aus den Niederlanden. Auf Platz drei kam Daryna Zevina (2:05,08) aus der Ukraine.

Hier die Medaillengewinner des letzten EM-Tages:

400m Lagen weiblich:
1. Szuszanna Jakabos – Ungarn – 4:29,78
2. Anja Klinar – Slowenien – 4:30,83
3. Lara Grangeon – Frankreich – 4:30,93

200m Brust männlich:
1. Marco Koch – Deutschland -2:04,86
2. Melquiades Alvarez Caraballo – Spanien – 2:05,41
3. Anton Lobanov – Russland – 2:06,71

200m Freistil weiblich:
1. Femke Heemskerk – Niederlande – 1:52,62
2. Silke Lippok – Deutschland – 1:53,96
3. Evelyn Verraszto – Ungarn – 1:54,39

100m Lagen männlich:
1. Markus Deibler – Deutschland – 52,13
2. Peter Mankoc – Slowenien – 52,87
3. Alan Cabello Forns – Spanien – 53,24

100m Schmetterling weiblich:
1. Inge Dekker – Niederlande – 56,51
2. Ingvild Snildal – Norwegen – 57,46
3. Caterina Giachetto – Italien – 58,17

200m Freistil männlich:
1. Daniil Izotov – Russland – 1:41,84
2. Paul Biedermann – Deutschland – 1:42,94
3. Evgeny Lagunov – Russland – 1:44,11

100m Brust weiblich:
1. Moniek Nijhuis – Niederlande – 1:06,20
2. Sophie de Ronchie – Frankreich – 1:06,21
3. Tessa Brouwer – Niederlande – 1:06,65

100m Rücken männlich:
1. Stanislav Donets – Russland – 49,35
2. Damiano Lestingi – Italien – 51,46
3. Artem Dubovskoy – Russland 51,90

200m Rücken weiblich:
1. Duane da Rocha Marce – Spanien – 2:03,97
2. Sharon da Rouwendaal – Niederlande – 2:04,13
3. Daryna Zevina – Ukraine – 2:05,08

50m Schmetterling männlich:
1. Steffen Deibler – Deutschland – 22,34
2. Andry Govorov – Ukraine – 22,74
3. Joeri Verlinden – Niederlande – 23,23

50m Freistil weiblich:
1. Ranomi Krowowidjojo – Niederlande – 23,58
2. Hinkelien Schreuder – Niederlande – 23,90
3. Britta Steffen – Deutschland – 23,95

4x50m Freistil männlich:
1. Italien 1:25,16
2. Deutschland 1:25,19
3. Russland 1:25,81