Videotipp
Bild: Alibek Käsler
27. Juni 2016

Die swimsportnews-Berichterstattung zu den US Olympic Trials 2016 wird präsentiert von Speedo.

(27.06.2016) Die US Trials sind nicht nur wegen ihrer Größe ein ganz besonderes Event. Hier läuft auch am Beckenrand einiges anders, als wir es von Wettkämpfen aus Deutschland gewohnt sind. Wir lassen euch etwas hinter die Kulissen blicken.

Selbst ist der Fan - Aussetzer bei der Nationalhymne:

Das Singen der Nationalhymne ist ein fester Punkt vor jedem großen Sportevent in den USA. Auch die Finals der US Trials begannen gestern mit diesem Ritual, doch ausgerechnet im großen Moment versagte die Technik: Eine Band marschierte ein und nur zwei Takte, nachdem ihr Sänger die Nationalhymne angestimmt hatte, setzte sein Mikrofon aus. Doch das Publikum sprang ein und ließ die Hymne durch die Halle schallen. Man kann vom zelebrierten Patriotismus der US-Amerikaner halten, was man will - es ist ein Gänsehautmoment wenn mehr als 14.000 Zuschauer lauthals "The Star-Spangled Banner" singen.

Fähnchenleinen

Auch in Sachen Technik setzen die US-Trials Maßstäbe. Die Rennen werden auf einem großen Videowürfel über dem Becken auf vier großen Screens gezeigt und bei jeder Strecke zeigen große LED-Wände an den Rängen an, welche Distanz gerade geschwommen wird. Und auch beim Grundlegendsten für den Schwimmsport wird auf Hightech gesetzt: Die Fähnchenleinen für die Rückenwende sind an einem über dem Becken hängenden Gerüst befestigt. Bei den Finals werden sie dann nur für die Rücken- und Lagenstrecken herunter gelassen und sind den Rest der Veranstaltung nicht sichtbar. So sparen sich die Kampfrichter das Auf- und Abbauen der sonst an Stangen am Beckenrand befestigten Wendeleinen - Ein Ritual, dass die KaRis sich sonst selbst bei Weltmeisterschaften antun müssen.

Der doppelte Michael Phelps

Michael Phelps wird erst am Mittwoch seinen ersten Start bei den US Trials in Omaha bestreiten. Bis dahin dürfte er viel Zeit in seinem Zimmer im direkt neben der Halle liegenden Zimmer verbringen - allerdings mit geschlossenen Vorhängen. "Wenn ich bei mir aus dem Fenster sehe, dann blicke ich genau auf ein riesiges Abbild von mir selbst", scherzt der Superstar. Sein Zimmer scheint genau auf ein gigantisches, fast 30 Meter hohes Plakat des jubelnden Michael Phelps gerichtet zu sein, das an der Seite der Veranstaltungshalle in Omaha angebracht ist.