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20. Juli 2012

(07.07.2012) Glänzendes Bergfest für die DSV-Schwimmer: Bei den Junioren-Europameisterschaften konnten die deutschen Schwimmer am dritten von fünf Wettkampftagen stolze sieben Medaillen ergattern. Für die Highlights sorgten Maximilian Oswald und Leonie Antonia Beck, die Gold für das DSV-Team holen konnten. Im Medaillenspiegel liegt die Mannschaft damit weiterhin auf Platz drei.

 

Maximilian Oswald drückt den Junioren-Europameisterschaften in Antwerpen aus deutscher Sicht mehr und mehr den Stempel auf. Nach Bronze über die 50m Schmetterling und Silber mit der 4x100m Freistilstaffel komplettierte der Berliner gestern zunächst mit dem Sieg über die 100m Freistil seinen Medaillensatz. In 49,68 Sekunden dominierte er wie schon im Vorlauf und Halbfinale das Feld. Der Zweitplatzierte Stepan Surkov aus Russland war deutliche 5,9 Zehntelsekunden langsamer als Oswald. Doch damit war noch längst nicht Schluss für Oswald: Zum Abschluss des Wettkampftages holte er mit der deutschen 4x200m Freistilstaffel in 7:23,19 Minuten die Silbermedaille. Gemeinsam mit Poul Zellmann, Tim-Thorben Suck und Jacob Heidtmann musste er sich lediglich dem Team aus Italien geschlagen geben, das mit satten dreieinhalb Sekunden Vorsprung souverän den Titel holte. Am Sonntag wird Oswald noch über die 50m Freistil zu sehen sein wird.

Konkurrentin patzt: Doppelsieg für Beck und Bermel

Einen Doppelsieg konnten die deutschen Mädels über die 1500m Freistil feiern. In 16:29,12 Minuten ging der Sieg hier an Leonie Antonia Beck vom SV Würzburg. Sie schlug 3,57 Sekunden vor der Elmshornerin Lena-Sophie Bermel an, die sich über Silber freuen konnte. Kuriosum in diesem Finale: Die lange Zeit mit den beiden deutschen Athletinnen Seite an Seite schwimmende Spanierin Maria Vilas Vidal hielt bereits nach 1400m an, da sie anscheinend die Anzeige der bereits geschwommenen Bahnen nicht richtig gesehen hatte. Damit vergab sie jegliche Chance auf den Sieg und kam mit mehr als sieben Sekunden Rückstand auf die Siegerin auf den dritten Platz.

Dietterle muss nur Olympiateilnehmerin den Vortritt lassen

Für eine starke Leistung sorgte erneut die Cottbuserin Anna-Stephanie Dietterle. Über die 50m Rücken schwamm sie im Finale in 28,73 Sekunden neuen Deutscher Altersklassenrekord und schneller als der bisherige Junioren-EM-Rekord. Zum Sieg reichte es leider trotzdem nicht. Dietterle musste sich der Dänin Mie Østergaard Nielsen geschlagen geben, die in 28,51 Sekunden auf den ersten Platz schwamm. Nielsen wird in wenigen Wochen bei den Olympischen Spielen in London für ihr Land an den Start gehen und dürfte sehr gute Chancen auf den Finaleinzug über die 100m Rücken haben. Neben Dietterle hatte auch Mandy Feldbinder den Sprung in den Nachmittagsabschnitt geschafft. Sie kam im Halbfinale in 29,88 Sekunden auf Platz elf.

Forster und Zajusch holen Bronzemedaillen

Noch über zwei weitere Medaillen konnten sich die DSV-Schwimmer gestern freuen: Philip Forster kam über die 200m Lagen auf Platz drei und verfehlte dabei in 2:01,94 Minuten die Silbermedaille nur um 2,1 Zehntel. Team-Kollege Kevin Wedel kam in 2:02,24 Minuten auf Platz fünf. Für die erste DSV-Medaille des Tages hatte Tobias Zajusch gesorgt, der in 1:59,78 Minuten Bronze über die 200m Schmetterling holte.
Über die 100m Schmetterling qualifizierte sich Elena Czeschner in 1:00,92 Minuten für das Finale. Cosima Kleine schied als 13. in 1:02,10 Minuten aus. In den weiteren Halbfinals konnten sich keine weitern DSV-Athleten für die Endläufe qualifizieren. Rosalie Käthner (2:03,22) und Kathrin Demler (2:04,03) scheiterten als Neunte bzw. 13. im Semifinale über die 200m Freistil. Über die 50m Brust war für Nils Wich-Glasen in 29,58 Sekunden als 16. Schluss.

DSV-Team bereits jetzt stärker als 2011

Im Medaillenspiegel verteidigte das DSV-Team damit Platz drei vor den Briten, die im vergangenen Jahr die stärkste JEM-Mannschaft stellten. Insgesamt konnte sich Junioren-Bundestrainer Achim Jedamsik bereits über 14 Medaillen (3/7/4) freuen. Damit liegt das Team bereits nach drei von fünf Tagen deutlich über dem Ergebnis des vergangenen Jahres, als man lediglich acht Medaillen holen konnte.
An der Spitze der Nationenwertung steht weiterhin Russland, das bereits stolze acht Siege bei insgesamt zwölf Medaillen vorzuweisen hat. Auf dem zweiten Rang liegen die Italiener, die zwar erst sieben Mal auf dem Podium standen, davon jedoch bereits viermal ganz oben.