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15. Dezember 2013

(15.12.2013) Mit einer Silbermedaille für Steffen Deibler und einem dritten Platz für Marco Koch sind heute in Herning die Kurzbahn-Europameisterschaften 2013 zu Ende gegangen. Die internationalen Stars sorgten mit zwei Weltrekorden für Highlights.


Knapp daneben: Steffen Deibler hat am letzten Tag der Kurzbahn-Europameisterschaften in Herning über die 50m Schmetterling knapp die erhoffte Goldmedaille verpasst. In 22,41 Sekunden kam er fünf Hundertstel hinter dem Ukrainer Andriy Govorov an.

"Der Anschlag war nicht der beste, aber ich bin zufrieden", so Deibler nach dem Rennen. Bronze ging in dem engen Finale an Yauhen Tsurkin aus Bulgarien, der nur weitere vier Hundertstel hinter Deibler anschlug.

Für Deibler war es die vierte Medaille bei der Kurzbahn-EM: Über die doppelte Distanz hatte er sich noch mit Bronze zufrieden geben müssen. Auch mit der Lagenstaffel der Herren und der gemischten Lagenstaffel war der Hamburger in Herning aufs Podium geschwommen.

Eine weitere Medaille gab es auch für Marco Koch am letzten Tag der Kurzbahn-EM in Herning. Über seine Paradestrecke 200 Burst schwamm der Darmstädter in 2:01,62 Minuten mit neuem Deutschen Rekord zu Bronze.

Koch unterbot die alte nationale Bestmarke, die er selbst beim Weltcup in Berlin im August aufgestellt hatte, um deutliche 8,8 Zehntelsekunden. "Der Beginn des Rennens lief nicht perfekt, aber die Zeit am Ende war wirklich gut. Ich hätte nicht gedacht, dass ich meinen Deutschen Rekord um fast eine Sekunde unterbieten werde", erklärte Koch nach dem Rennen.

Den Sieg sicherte sich in Herning einmal mehr Weltmeister und Olympiasieger Daniel Gyurta. Der Ungar stellte in 2:00,72 Minuten einen neuen "Textil-Weltrekord" auf. Auch der Olympia-Zweite Michael Jamieson schlug noch vor Koch an.

Über die 200m Rücken der Damen verpasste Jenny Mensing in 2:05,91 Minuten als Vierte die Medaillenplätze. Nur einen Rang dahinter kam DSV-Hoffnung Sonnele Öztürk ins Ziel. In 2:06,32 stellte die 15-Jährige dabei einen neuen Deutschen Altersklassenrekord auf. Die Medaillen gingen an die Ukrainerin Daryna Zevina (2:02,20), Simona Baumrtova aus der Tschechischen Republik (2:03,06) und Hungaro-Star Katinka Hosszu (2:03,81).

Über die 4x50m Lagen der Damen kamen Doris Eichhorn, Caroline Ruhnau, Daniela Schreiber und Dorothea Brandt in 1:47,69 Minuten auf den sechsten Platz. Gold und ein neuer Weltrekord gingen in 1:44,67 Minuten an die Staffel aus Russland. Dahinter schlugen die Teams aus Dänemark (1:44,81) und Schweden (1:46,08) an.

Nur wenige Minuten zuvor war Brandt im Finale über die 50m Freistil in 24,14 Sekunden auf den vierten Platz gesprintet. Wie schon über die doppelte Distanz ging Gold an Ranomi Kromowidjojo (23,36) aus den Niederlanden vor Schwedenstar Sarah Sjöström (23,79) und der Weißrussin Aliaksandra Herasimenia (23,83).

Christian Diener kam über die 100m Rücken in 50,96 Sekunden auf den fünften Platz. Gold erschwamm sich der französische Superstar Jeremy Stravius (49,74) vor Vitaly Melnikov (50,05) aus Russland. Auch Bronze ging nach Frankreich: Camille Lacourt schlug in 50,44 Sekunden als Dritter an.

Über die 400 Lagen schwamm Franziska Hentke in 4:35,10 Minuten auf den achten Platz. Den Sieg hatte sich hier die Spanierin Mireia Belmonte (4:21,23) vor Weltrekordhalterin Katinka Hosszu (4:24,69) geholt. Bronze sicherte sich die Britin Aimee Willmott (4:25,37).

Später schlug Hentke über die 100m Schmetterling in 58,82 Sekunden als Neunte an. Team-Kollegin Daniela Schreiber landete in 59,42 Sekunden einen Platz dahinter. Gold ging an die schwedische Weltmeisterin Sarah Sjöström in 55,78 Sekunden. Dahinter schwammen Jemma Lowe (56,32) aus Großbritannien und Lokalmatadorin Jeanette Ottesen Gray (56,42) auf die weiteren Podestplätze.

Nach seinem Sieg über die 200m Lagen kam Überraschungs-Europameister Philip Heintz heute im Finale über die halbe Distanz in 53,62 Sekunden auf den neunten Platz. Die russischen Spitzenschwimmer Vlad Morozov (51,20) und Sergey Fesikov (52,23) fuhren hier vor dem Italiener Stefano Pizzamiglio (52,81) einen Doppelsieg ein.

Auch über die 200m Freistil der Herren belegten die in Herning groß aufschwimmenden russischen Athleten die Plätze eins und zwei. Danila Izotov schlug in 1:41,70 Minuten mit 0,63 Sekunden Vorsprung vor Landsmann Nikita Lobintzev an. Bronze sicherten sich zeitgleich in 1:43,37 Minuten der Ungar Dominik Kozma und der italienische Altmeister Filippo Magnini.

Nachdem sie sich über die 50m Brust knapp hinter Yuliya Efimova aus Russland mit Silber begnügen geben musste, drehte Ruta Meilutyte heute über die doppelte Distanz den Spieß um. In 1:02,92 Minuten stellte sie einen neuen Rekord für Kurzbahn-Europameisterschaften auf und ließ Efimova nur um vier Hundertstel hinter sich. Bronze ging an die Dänin Rikke Möller Pedersen in 1:04,39 Minuten.

Mit dem Titel über ihre Paradestrecke 200m Freistil beendete Federica Pellegrini aus Italien ihr Wettkampfjahr. Die Olympiasiegerin von 2008 schlug in 1:52,80 Minuten mit fast einer halben Sekunde Vorsprung vor der Französin Charlotte Bonnet an. Veronika Popova aus Russland kam in 1:53,62 Minuten auf den dritten Platz.

Einen neuen Weltrekord gab es am letzten EM-Tag auch über die 4x50m Freistil der Herren. Die Staffel aus Russland sorgte in 1:23,39 Sekunden für eine neue Bestmarke. Dahinter schwammen die Team aus Italien (1:24,37) und Belgien (1:24,86) zu den weiteren Medaillen. Eine deutsche Staffel war über diese Distanz nicht gemeldet.