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17. März 2013

(17.03.2013) Die russische Anti-Doping-Behörde RUSADA hat gegen zwei weitere Schwimmerinnen Sperren verhangen. Neben Europameisterin Xenia Moskwina und Olympia-Teilnehmerin Ekaterina Andreeva wurden nun auch Nachwuchsschwimmerin Daria Ustinova und Olympionikin Natalia Lovtsova bestraft.


In allen vier Fällen wurden die Athletinnen bei den nationalen Kurzbahn-Meisterschaften in Volgograd im vergangenen November positiv getestet. Obwohl Medienberichten zufolge stets die selbe Substanz gefunden wurde, erhielten die Schwimmerinnen unterschiedliche Sperren.

Sperren in drei von vier Fällen

Die einstige Europameisterin und aktuelle Inhaberin des Europarekordes über die 100m Rücken auf der Kurzbahn, Xenia Moskwina, wurde für satte sechs Jahre gesperrt. Die 24-Jährige ist Wiederholungstäterin: Derzeit sitzt sie noch eine weitere, bereits Ende des vergangenen Jahres verhangene Dopingstrafe ab. Für zweieinhalb Jahre wurde Olympia-Teilnehmerin Natalia Lovtsova gesperrt. Sie war bei den Spielen in London Teil der russischen 4x100m Freistilstaffel. Mit im Olympiateam war die ebenfalls positiv getestete Ekaterina Andreeva. Sie erhielt eine Sperre von 18 Monaten. Die 19-Jährige feierte den größten Erfolg ihrer noch nicht allzu langen Karriere bei den 1. Olympischen Jugend-Spielen, bei denen sie Silber mit der 4x100m Lagenstaffel holte.

Lediglich Verwanung für Nachwuchshoffnung

Keine Sperre sondern nur eine Verwarnung gab es für die erst 14-jährige Daria Ustinova. Die Rückenspezialistin gilt als eines der hoffnungsvollsten Talente des russischen Schwimmsports. In diesem Jahr konnte sie bereits mit Zeiten von 29,05 Sekunden über die 50m, 1:01,84 Minuten über die 100m und 2:11,54 Minuten über die 200m Rücken glänzen. Sie kommt nun trotz des positiven Tests mit einem blauen Auge davon.

Dutzende weitere Athleten gesperrt

Weitere Informationen zu den Dopingfällen, wie zum Beispiel Begründungen der unterschiedlichen Härte der Strafen, wurden durch die RUSADA nicht veröffentlicht. Die Schwimmerinnen sind dabei nur Teil einer regelrechten Dopingwelle: Seit dem Ende der Olympischen Spiele in London wurden Dutzende russische Athleten in unterschiedlichen Sportarten durch die RUSADA gesperrt.