Ende Oktober fand die Schwimm-Europameisterschaft der Gehörlosen in Freiburg statt. Insgesamt gewann Deutschland fünf Medaillen und belegt in der Gesamtwertung den siebten Platz von 18 teilnehmenden Nationen.
Besonders erfolgreich war Lars Kochman vom SV Halle. Über die 50m und 100m Rücken schwamm er jeweils auf den zweiten Platz und sicherte sich damit zwei Silbermedaillen sowie den Vize-Titel. Darüber hinaus stellte er über die 50m Freistil einen neuen Deutschen Rekord im Gehörlosenschwimmen auf.
Für weiteres Edelmetall sorgte Paula Pichier von den Wasserfreunden Spandau 04. Sie gewann Bronze über die 100m Schmetterling und 200m Lagen sowie Silber über die 200m Schmetterling.
Mit mehreren Finalteilnahmen und persönlichen Bestzeiten trugen auch Phil Goldmann (1. Dresdner SG) und Lilia Reinhard (GSV Heidelberg 1954) zum erfolgreichen Abschneiden der deutschen Mannschaft bei.
„Ich bin sehr stolz auf dieses Team und mit den gezeigten Leistungen mehr als zufrieden“, resümiert Bundestrainer Marcus Fellechner.
Das Besondere bei Schwimmwettkämpfen der Gehörlosen zeigt sich unter anderem beim Start. Statt eines Startschusses gibt eine Lichtsignalanlage das Startsignal. Das bekannte Ampelsystem macht den Beginn des Rennens für alle sichtbar.
Bild: Marcus Fellechner / privat