Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat entschieden. München wird als Kandidat für Deutschland ins Rennen um die Olympischen Spiele 2036, '40 oder '44 gehen. Bei der Mitgliederversammlung in Baden-Baden setzte sich die bayerische Hauptstadt am Samstag gegen Köln / Rhein-Ruhr durch.
Bei den European Championships 2022 zeigte München zuletzt erneut, dass man sportliche Großevents ausrichten kann. Nun kann die Millionenstadt ihre Fähigkeiten auch bei der Olympia Bewerbung unter Beweis stellen. München wirbt unter anderem mit olympischem Erbe und Nachhaltigkeit.
Der Olympiapark und das Olympiadorf, das für die Spiele 1972 gebaut worden ist, soll weiterhin genutzt werden und bildet das Herzstück des kompakten und nachhaltigen Bewerbungskonzepts. Die Fahrtzeit der AthletInnen zu den jeweiligen Sportstätten soll unter 30 Minuten betragen. Auch macht sich München die weltweite Strahlkraft als Stadt mit sportlichem Glanz, Gastfreundschaft und bayerischem Lebensgefühl zu Nutzen. Sollte München den Zuschlag für Olympia erhalten, werden die Beckenwettbewerbe in einer Wettkampfstätte am Münchner Flughafen stattfinden. Die Freiwasser SportlerInnen sollen ihre Wettkämpfe im Starnberger See austragen. Das Kunstschwimmen wird im Dantebad, das 1972 als offizieller Austragungsort für die Wasserballwettkämpfe diente, stattfinden.
Während die Wettkämpfe in München in der Stadt oder in unmittelbarer Nähe stattfinden sollen, setzte der Mitbewerber Köln / Rhein-Rhur auf ein Konzept mit 15 Städten aus der Region mit Köln als Leading City. Auch in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern hätten Wettkämpfe veranstaltet werden sollen. Der Bewerber aus Nordrhein-Westfalen setzte auf vielfältige und spektakuläre Sportstätten, die bereits regelmäßig für nationale und internationale Sportgroßveranstaltungen genutzt werden, und einem Verkauf von rund 17,6 Millionen Tickets. Die SchwimmerInnen hätten ihre Wettkämpfe in der Veltins Arena in Gelsenkirchen ausgetragen. Die Freiwasser-Asse wären im Fühlinger See in Köln geschwommen.
Ursprünglich hatten auch die Städte Berlin und Hamburg Interesse an einer Olympia-Bewerbung bekundet. Hamburg hatte sich nach einer Bürgerbefragung zurückgezogen, während Berlin erst seit dieser Woche nicht mehr als Kandidat zur Verfügung stand. Mehr dazu: Entscheidung gefallen: Olympia-Aus für Berlin
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