Im April 2026 erhielt Basel, Schweiz, die Zusage für Kurzbahn-Europameisterschaften 2027 von European Aquatics. Doch nur wenige Monate später steht die Ausrichtung kurz vor dem Aus. Der Grund: Bis Ende September müssen noch Sponsorengelder in Millionenhöhe aufgetrieben werden.
„Ich würde mich wirklich sehr darüber freuen, in meinem Land, vor Schweizer Publikum, um EM-Gold schwimmen zu können.“, sagte der Olympia Dritte von Tokio Noe Ponti gegenüber der Neuen Züricher Zeitung. Dieser Traum könnte nun an finanziellen Mitteln scheitern.
Rund 7,8 Millionen Franken würde die Elite-EM und die anschließende Masters-EM kosten. Die noch fehlenden 2 Millionen Franken müssen über Sponsoren abgedeckt werden. Bis Ende September müssen davon 60 Prozent, also 1,2 Millionen, zugesagt sein. Ist dies nicht möglich, bleibt nur die Rückgabe der Austragungsrechte an European Aquatics.
Dabei könnte die Ausrichtung der EM in Basel für den Schweizer Schwimmverband eine große Chance sein. Neben Noe Ponti, der den Weltrekord auf 50m Schmetterling auf der Kurzbahn hält und damit Weltmeister 2024 in Budapest wurde, hätte auch Roman Mityukov, der in Paris Bronze über die 200m Rücken gewann, die Chance, vor heimischem Publikum anzutreten. Damit hätte Swiss Aquatics die Gelegenheit, den Schweizer Schwimmsport auf der großen Bühne zu präsentieren.
Auch wirtschaftlich könnte die Ausrichtung der EM rentabel sein. Durch die zusätzliche Masters EM werden zwischen 2000 bis 3000 Teilnehmende erwartet, die Hotels, Restaurants und weitere Dienstleistungen in der Region in Anspruch nehmen würden.
Der Verband versucht nun, auch Themen wie Gesundheitsprävention, Schwimmausbildung und Sicherheit im Wasser in den Fokus zu rücken, um so potenzielle Sponsoren anzuziehen.
Ob sich die Schwimm-Elite 2027 in Basel trifft, bleibt also bis Ende des Monats abzuwarten.
Bild: Archivbild / Tino Henschel