Am letzten Wettkampftag der Para Europameisterschaften in Kocaeli (Türkei) schwammen Gina Böttcher und Josia Topf zu je einer bronzenen Medaille über die 200m Freistil.
Nach ihrem Sieg über die 100m Freistil belegte Böttcher auf der doppelten Distanz (S5) in 3:10,95 Minuten den dritten Platz und konnte insgesamt drei bronzenen Medaille erschwimmen. Auch Josia Topf ergänzte seine Medaillensammlung um eine weitere bronzen Glänzende. Nach 3:39,07 Minuten über die 200m Freistil (S3) war er als Drittplatzierter im Ziel. .
Mit den beiden Erfolgen des letzten Wettkampftags durch Böttcher und Topf gewannen die deutschen SchwimmerInnen insgesamt 27 Medaillen. Neunmal gab es Gold, siebenmal Silber und elfmal Bronze. Ihre Medaillenausbeute von vor zwei Jahren konnten sie damit deutlich überbieten. Auf Madeira 2024 hatte das Team noch 16 Medaillen gewonnen.
Im Verlauf der Wettkämpfe konnten sich elf von 22 deutschen SportlerInnen auf das Podest schwimmen. Am meisten Edelmetall sammelte Verena Schott, die je zwei Medaille jeder Farbe aus dem Becken fischen konnte. Ebenso erfolgreich war Tanja Scholz, die drei Europameistertitel gewann, eine silberne Medaille und zwei neue Weltrekord über die 50m Brust (SB2) und 150m Lagen (SM3) aufstellte. Auch Elena Semechin und Taliso Engel konnten sich zum Europameister küren und siegten jeweils über ihre Paradestrecke 100m Brust (SB13). Josia Topf, der mit fünf Medaillen nach Deutschland zurückkehrt, wurde Europameister über die 50m Freistil (S3).
Neben den bereits erfahrenen SchwimmerInnen konnten auch drei DebütantInnen auf das Siegerpodest schwimmen. Florian Reiter gewann Silber über die 100m Brust (SB14), Nisanur Kocabas Bronze über die 100m Brust (SB5) und Balint Köszegvary ebenfalls Bronze über die 400m Freistil (S10).
Mit dieser Bilanz zeigte sich auch Bundestrainerin Ute Schinkitz sehr zufrieden: „Wir haben gezeigt, dass wir trotz mehrerer Herausforderungen sehr, sehr gut gearbeitet haben und machen uns mit diesen Ergebnissen gestärkt auf den Weg Richtung Weltmeisterschaften 2027 und Paralympics Los Angeles 2028.“
Im Finalabschnitt am Samstag starteten außerdem Mira Jeanne Maack (200m Lagen, SM8, Platz 6), Charlotte Kast (50m Freistil, S7, Platz 5), Alessia Kollmer (50m Freistil, S7, Platz 7), Johanna Döhler (400m Freistil, S13, Platz 7) und Balint Köszegvary (100m Freistil, S10, Platz 7).
Die deutschen MedaillengewinnerInnen im Überblick:
Gold: Gina Böttcher (100 Meter Freistil, S4), Tanja Scholz (50 Meter Brust, SB2 und 150 Meter Lagen, SM4 und 50 Meter Freistil, S4), Verena Schott (200 Meter Lagen, SM6 und 100 Meter Brust, SB5), Elena Semechin (100 Meter Brust, SB13), Taliso Engel (100 Meter Brust, SB13), Josia Topf (50 Meter Freistil, S3)
Silber: Mira Jeanne Maack (100 Meter Rücken, S8), Verena Schott (100 Meter Rücken, S6 und 400 Meter Freistil, S6), Tanja Scholz (50 Meter Rücken, S4), Elena Semechin (50 Meter Freistil, S12), Florian Reiter (100 Meter Brust, SB14), Josia Topf (150 Meter Lagen, SM3)
Bronze: Gina Böttcher (150 Meter Lagen, SM4, 50 Meter Freistil, S4 und 200 Meter Freistil S4), Verena Schott (100 Meter Freistil, S6 und 50 Meter Schmetterling S6), Philip Hebmüller (100 Meter Brust, SB13), Bálint Köszegváry (400 Meter Freistil, S10), Josia Topf (100 Meter Freistil, S3, 50 Meter Rücken, S3 und 200 Meter Freistil S3), Nisanur Kocabas (100 Meter Brust, SB5)
Bild: Archivbild / Tino Henschel