14. August 2026

NEWS zur Schwimm-EM 2026 powered by Speedo

Im letzten Jahr hatte er bei den Weltmeisterschaften in Singapur noch über die Silbermedaille gejubelt – nun verpasste Sven Schwarz bei der Schwimm-EM in Paris über die 1500m Freistil den Sprung ins Finale. Der Grund: Die innerdeutsche Konkurrenz war zu stark. Denn Oliver Klemet und Johannes Liebmann waren im Vorlauf je schneller unterwegs als Schwarz und sicherten sich somit die zwei möglichen Finaltickets für Deutschland. 

Bei den 800m Freistil noch der Leidtragende gewesen, musste Oliver Klemet dieses Mal gegenüber der deutschen Konkurrenz vorlegen und ging das Rennen beherzt an – schneller sogar als seine Einzelzeit über die 800m Freistil. Klemet hatte im Freiwasser bereits zwei Medaillen gewinnen können und konnte trotz dieser Vorbelastung das 1500m Rennen mit konstant starken Splits zu Ende schwimmen und glänzte in 14:48,51 Minuten mit der besten Zeit des Feldes. Liebmann und Schwarz waren dann im letzten Lauf gefordert und gingen das Rennen zur Hälfte gut fünf Sekunden langsamer als Klemet an. Nachdem er sich zunächst taktisch im Hintergrund hielt, zog der frischgebackene Europameister Liebmann das Tempo bei 1000m sichtbar an und schwamm der Konkurrenz entscheidend davon. In 14:50,83 Minuten reihte sich Johannes Liebmann im Gesamtranking hinter Klemet an zweiter Position ein. Vizeweltmeister Sven Schwarz (14:52,16) erlebte hingegen als Fünftplatzierter – aber eben dritter Deutscher – das Aus nach den Vorläufen. 

Über die 4x100m Freistil Mixedstaffel wird erstmals bei diesen Titelkämpfen eine Staffelentscheidung ohne deutsche Beteiligung stattfinden. In 3:26,36 Minuten verpassten Josha Salchow (48,80), Julian Koch (49,07), Nicole Maier (54,47) und Nina Holt (54,02) den Finaleinzug auf Rang Neun um 3,3 Zehntelsekunden. Für die schnellste Zeit des Feldes sorgte die Staffel aus Tschechien (3:23,41), die anders als die meisten anderen Top-Nationen aber bereits in Bestbestetzung ins Becken sprang.

Auch am fünften Wettkampftag in Paris sicherte sich das deutsche Team wieder zahlreiche Halbfinaltickets. Über die 50m Brust stehen mit Melvin Imoudu und Malte Gräfe sogar zwei Hoffnungsträger in der Runde des Top 16. Der Deutsche Rekordhalter Imoudu blieb in 26,84 Sekunden ein weiteres Mal in dieser Saison unter der Marke von 27 Sekunden und sprintete zur drittschnellsten Zeit der Vorläufe. Dahinter machte Junioren-Weltrekordhalter Malte Gräfe (27,15) als Zwölfter ebenso den Einzug ins Halbfinale perfekt. Die zwei weiteren deutschen Starter Lucas Matzerath und Subäjr Biltaev landeten zeitgleich in 27,48 Sekunden auf Platz 24 und komplettierte das starke Teamergebnis. An der Spitze des Klassements begeisterte Simone Cerasuolo mit einer Fabelzeit von 26,20 Sekunden. Gemeinsam mit Haiyang Qin ist der italienische Weltmeister nun der zweitschnellste Schwimmer aller Zeiten über diese Strecke – hinter Adam Ramsay-Peaty, der in 27,34 Sekunden heute jedoch als Zwanzigster überraschend das Halbfinale verpasste. 

Über die 100m Rücken kam Lise Seidel nach Platz Vier über die doppelte Distanz in 1:00,72 Minuten bis auf acht Hundertstel an ihre Bestzeit heran und belohnte sich als Zehnte mit der gelungenen Qualifikation fürs Halbfinale. Marrit Steenbergen und die frischgebackene Europarekordhalterin Mary-Ambre Moluh knackten zeitgleich in 59,66 Sekunden als einzige Schwimmerinnen die Minutenmarke.

Ihren ersten Start in einem EM-Halbfinale wird am Abend Julianna Bocska bestreiten, die über die 50m Freistil Sechszehnte wurde. In 25,03 Sekunden steigerte Bocska ihre Bestzeit um exakt eine Hundertstelsekunde. Ebenfalls mit von der Partie war Nina Jazy, die bei ihrem einzigen Einzelstart bei diesen Titelkämpfen in 25,55 Sekunden 30. wurde. Zur schnellsten Zeit der Vorläufe sprintete derweil die Niederländerin Milou van Wijk (24,13). 

Über die 200m Lagen war das Hundertstelglück nicht auf der Seite von Noelle Benkler. In 2:15,56 Minuten landete die Deutsche Vizemeisterin auf Rang 17. und ist somit erste Reserveschwimmerin für das Halbfinale. Besser lief es für Vielstarterin Linda Roth, die dank einer starken Schlussbahn in 2:15,01 Minuten als Dreizehnte weiterkam. Für die Vorlaufbestzeit sorgte Anastasia Gorbenko (2:11,87) aus Israel. 

Auch Björn Kammann verpasste als erster Reserveschwimmer auf Rang 19 den Sprung ins Halbfinale über die 200m Schmetterling nur hauchdünn – und das, obwohl der Deutsche Meister in 1:57,97 Minuten so schnell wie noch nie in einem Vorlauf war. Fünf Hundertstel fehlten Kammann zum Weiterkommen. Seinen ersten Einzelstart bei diesen Titelkämpfen absolvierte der französische Superstar Léon Marchand. In 1:55,90 Minuten konnte es der Olympiasieger im Vorlauf jedoch ruhig angehen lassen und qualifizierte sich als Vierter souverän für die nächste Runde. Zur schnellsten Zeit des Feldes schmetterte der Italiener Alberto Razzetti (1:54,64), der über die 400m Lagen in dieser Woche bereits Silber gewinnen konnte. 

 

Alle wichtigen Links zur Schwimm-EM 2026:

Schwimm-EM 2026: ARD Livestream (kostenfrei) 

Schwimm-EM 2026: ZDF Livestream (kostenfrei) 

Schwimm-EM 2026: Startlisten und Ergebnisse 

Schwimm-EM 2026: Alle deutschen Starts (Becken)  

Zeitplan der Schwimm-EM 2026 in Paris | Alle Vorläufe und Finals 

 

Bild: Tino Henschel (Archiv)