11. August 2026

NEWS zur Schwimm-EM 2026 powered by Speedo

Es war das mit Spannung antizipierte innerdeutsche Triell um die zwei möglichen Finalplätze für das deutsche Team über die 800m Freistil der Männer. Denn Johannes Liebmann, Sven Schwarz und Oliver Klemet reisten allesamt als mögliche Medaillenkandidaten zu den Europameisterschaften nach Paris – angeführt von Liebmann, der im April mit einem neuen Europarekord für Aufsehen gesorgt hatte. 

Vizeweltmeister Sven Schwarz musste in den Vorläufen vorlegen und setzte eine Zeit von 7:46,93 Minuten ins Becken. Danach hieß es abwarten, ob die Magdeburger Trainingspartner Liebmann und Klemet diese Zeit unterbieten würden. Johannes Liebmann zeigte im letzten Vorlauf ein sehr beherztes Rennen, lag langezeit sogar auf Europarekord-Kurs und zog in 7:41,87 Minuten mit der schnellsten Zeit des Feldes ins morgige Finale ein. Oliver Klemet begann das Rennen ebenfalls in einem hohen Tempo, konnte dies jedoch nicht über die zweite Rennhälfte hinweg aufrechterhalten und schlug schlussendlich nach 7:55,75 Minuten als Vierzehnter an. Somit werden die deutschen Farben in der Medaillenentscheidung von Liebmann und Schwarz vertreten. Schwarz landete im Gesamtklassement aller Vorläufe auf dem vierten Platz. 

Auch die deutsche 4x100m Lagen Mixedstaffel schnappte sich das Finalticket und profitierte dabei stark von der Disqualifikation des italienischen Quartetts. Denn somit sicherten sich Ole Braunschweig (54,84), Lucas Matzerath (59,43), Yara Fay Riefstahl (59,45) und Linda Roth (53,80) in 3:47,52 Minuten den entscheidenden achten Platz. Am schnellsten unterwegs war in den Vorläufen das Team der Neutralen Athleten aus Russland (3:43,02). Im Finale könnte die deutsche Staffel womöglich mit einer komplett anderen Besetzung an den Start gehen, die dann auch gute Aussichten haben könnte, den Deutschen Rekord (3:44,13) anzugreifen. 

Unter anderem könnte Angelina Köhler in die Staffel aufrutschen, die am Abend auch das Halbfinale über die 50m Schmetterling bestreiten wird. In 26,02 Sekunden schmetterte die Deutsche Rekordhalterin souverän als Siebte eine Runde weiter. Maya Tobehn (26,86 | 35.) und Yara Fay Riefstahl (26,96 | 37.) verpassten hingegen das Weiterkommen. Zur schnellsten Zeit der Vorläufe sprintete die amtierende Weltrekordhalterin Sarah Sjöström (25,40), nur ein Jahr nach der Geburt ihres ersten Kindes. 

Aber auch über die anderen Vorläufe konnte das deutsche Team stets ein Ticket für die anstehenden Halbfinals lösen. Über die 100m Brust schwamm Weltmeisterin Anna Elendt in 1:06,74 Minuten ihre bislang schnellste Zeit in dieser Saison und reihte sich im Klassement auf Rang 6 ein. Die zweite deutsche Starterin Lena Ludwig wurde in 1:08,82 Minuten 21. Mit einem neuen EM-Rekord von 1:05,45 Minuten untermauerte die Britin Angharad Evans ihre Goldambitionen, aber auch Mona McSharry (1:05,97) blieb unter der Marke von 1:06 Minuten. 

Einen Rekord gab es auch über die 200m Rücken der Männer zu bejubeln. In 1:54,87 Minuten begeisterte der französische Youngster Nathan Muratory mit einem neuen Juniorenweltrekord und der Vorlaufbestzeit. Auch der Deutsche Meister Cornelius Jahn wird in den Halbfinals am Abend zu sehen sein. Nachdem Jahn gestern Teil der deutschen Bronzestaffel war, zeigte er über seine Paradestrecke eine gute Zeit von 1:58,04 Minuten, die mit dem Halbfinalticket belohnt wurde. Cedric Büssing (2:01,94) schied hingegen auf Rang 35 aus. 

Als Neunter ins Halbfinale schwamm Josha Salchow über die 100m Freistil und darf wie schon bei den Olympischen Spielen in Paris vor zwei Jahren auf einen Platz im Finale hoffen. In 48,35 Sekunden stellte der Deutsche Rekordhalter eine neue Saisonbestleistung auf. Nur eine Hundertstelsekunden fehlte zu einem möglichen deutschen Doppel-Halbfinale. Als Zwanzigster verpasste Kaii Winkler in 48,56 Sekunden das Ausschwimmen um den letzten Halbfinalplatz nur um einen Wimpernschlag. Eine ganz starke Vorstellung lieferte derweil David Popovici ab, der sich in schnellen 47,13 Sekunden deutlich an die Spitze des Klassements setzte. 

In den Finals am Abend sind neben der deutschen Lagen-Mixedstaffel auch Isabel Gose, Maya Werner (beide 800m Freistil), Melvin Imoudu (100m Brust), Lise Seidel (200m Rücken) und Luca Armbruster (50m Schmetterling) in den Medaillenentscheidungen vertreten. 

 

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Bild: Archiv