10. August 2026

NEWS zur Schwimm-EM 2026 powered by Speedo

Jubel und Tränen können manchmal kaum dichter beieinander liegen! Zum Auftakt der Beckenwettbewerbe bei der Schwimm-EM in Paris fehlte der deutschen 4x200m Freistilstaffel bei den Damen nur ein Wimpernschlag zum ersten Edelmetall der Titelkämpfe – und das, obwohl das Quartett um Maya Tobehn, Linda Roth, Nina Holt und Nicole Maier dabei den zwanzig Jahre alten Deutschen Rekord förmlich pulverisierten. 

In 7:49,14 Minuten blieben die deutschen Damen satte 1,7 Sekunden unter der bisherigen Rekordmarke, die im Jahr 2006 sogar eine neue Weltrekordzeit bedeutet hatten. Trotz der beeindruckend schnellen Einzelzeiten von Tobehn (1:58,47), Roth (1:56,33), Holt (1:57,60) und Maier (1:56,74) schafften es drei andere Staffeln, sich vor den Deutschen die Podestplätze zu sichern. Während das britische Quartett um Freya Colbert, Abbie Wood, Leah Schlosshan und Freya Anderson das Rennen dominierten und in 7:45,93 Minuten mit EM-Rekord zu Gold schwammen, entwickelte sich dahinter ein Dreikampf um die weiteren Podestplätze, der sich erst im Anschlag entschied. Schlussendlich waren die Silberstaffel aus Ungarn (7:49,09), das Bronzeteam der Neutralen Athletinnen (7:49,13) und die deutschen Damen nur fünf Hundertstel voneinander getrennt. Und nur eine Hundertstelsekunde entschied zwischen Bronze und dem undankbaren vierten Platz. 

Trotz der knapp verpassten Medaille durfte das deutsche Team zum EM-Auftakt dennoch über Edelmetall jubeln, denn das Männerquartett schwamm in einem ebenso packenden Rennen zu Bronze – ebenfalls mit Deutschem Rekord! Und auch Luca Armbruster glänzte mit einer neuen nationalen Bestmarke. Mehr dazu gibt es hier: Bronze und Deutscher Rekord für Männerstaffel | Armbruster schmettert mit Rekord ins EM-Finale 

Die nächste Medaillenchance für die deutschen Damen erwartet uns dann morgen im Finale über die 200m Rücken, für das sich Lise Seidel souverän als Fünfte qualifizieren konnte. In starken 2:09,43 Minuten machte Seidel nach dem WM-Finale bei ihrem internationalen Debüt im vergangenen Jahr erneut den Sprung in eine große Medaillenentscheidung perfekt – und das nach einer schwierigen Saison inklusive gesundheitlich bedingtem Verzicht auf die Deutschen Meisterschaften. Mit der Topzeit des Halbfinals sicherte sich die Britin Katie Shanahan (2:07,61) die Favoritenbahn Vier. 

Bereits vor ihrem Auftritt mit der Staffel war Nina Holt im Halbfinale über die 100m Freistil gefordert und präsentierte sich auch hier in hervorragender Form – auch wenn es nicht für eines der eng umkämpften Finaltickets reichte. In 53,81 Sekunden blieb die Deutsche Meisterin erstmals in dieser Saison unter der Marke von 54 Sekunden, bestätigte ihre Bestzeit auf die Hundertstel genau und wurde gute Elfte. Für den Einzug in das Finale wäre eine Zeit von 53,62 Sekunden gefordert gewesen. Dort geht die amtierende Weltmeisterin und Weltrekordhalterin Marrit Steenbergen als haushohe Favoritin ins Rennen. In 52,44 Sekunden war Steenbergen nochmals fast zwei Zehntel schneller als im Vorlauf und stellte einen weiteren EM-Rekord auf. Aber auch die italienische Sprinthoffnung Sara Curtis blieb in 52,93 Sekunden unterhalb der 53 Sekunden Marke. 

 

Alle wichtigen Links zur Schwimm-EM 2026:

Schwimm-EM 2026: ARD Livestream (kostenfrei) 

Schwimm-EM 2026: ZDF Livestream (kostenfrei) 

Schwimm-EM 2026: Startlisten und Ergebnisse 

Schwimm-EM 2026: Alle deutschen Starts (Becken)  

Zeitplan der Schwimm-EM 2026 in Paris | Alle Vorläufe und Finals 

 

Bild: Tino Henschel