NEWS zur Schwimm-EM 2026 powered by Speedo
Die Beckenwettbewerbe bei der Schwimm-EM in Paris haben begonnen – und das deutsche Team präsentierte sich direkt zum Auftakt in bestechender Form! So löste das Team in den Vorläufen des ersten Wettkampftages sechs von sechs möglichen Finaltickets und schwamm dabei mehrfach in Reichweite der Deutschen Rekorde.
Besonders hoffnungsvolle Medaillenambitionen weckten die 4x200m Freistilstaffel sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Das Herrenquartett um Lukas Märtens (1:45,84), Timo Sorgius (1:46,33), Jarno Bäschnitt (1:46,17) und Cornelius Jahn (1:46,49) glänzte in 7:04,83 Minuten sogar mit der Vorlaufbestzeit. Zur nationalen Bestmarke aus dem Jahr 2009 fehlten gerade einmal 1,64 Sekunden.
Eine vielversprechende Teamleistung zeigte auch die Damenstaffel, die mit der zweitschnellsten Zeit in die Medaillenentscheidung am Abend einzog. In 7:54,57 Minuten blieben Maya Tobehn (1:58,58), Linda Roth (1:57,62), Nina Holt (1:58,63) und Nicole Maier (1:59,74) nur vier Zehntel hinter dem Quartett der Neutralen Athletinnen aus Russland.
Im Finale könnte dann womöglich Isabel Gose die deutsche Staffel verstärken. Nur drei Tage nach ihrem EM-Triumph im Knockout Sprint war Gose im Vorlauf über die 800m Freistil gefordert und musste sich in 8:26,01 Minuten lediglich ihrer italienischen Dauerrivalin Simona Quadarella (8:23,17) geschlagen geben. Nach Bronze bei den Kurzbahn-Europameisterschaften wird auch Maya Werner erneut ein EM-Finale über die 800m Freistil bestreiten. In 8:32,79 Sekunden gelang Werner als Viertplatzierte der Sprung unter die Top 8.
Nicht nur in den Staffeln, sondern auch in den ersten Einzelentscheidungen am Abend wird das deutsche Team im Kampf um Edelmetall mit von der Partie sein – und das über die 400m Lagen sogar doppelt. Finn Hammer sorgte direkt beim ersten deutschen Start in Paris für eine faustdicke Überraschung, steigerte seine bisherige Bestzeit um satte fünf Sekunden und zog in 4:13,45 Minuten bei seinem EM-Debüt als Zweiter ins Finale ein. Dort wird auch Cedric Büssing zu sehen sein, der in 4:14,59 Minuten als Fünfter sein Finalticket löste. Und auch der Deutsche Rekord von Büssing (4:11,52) aus dem Olympia-Vorlauf vor zwei Jahren ist nicht allzu weit entfernt. Die Favoritenbahn Vier sicherte sich der WM-Dritte Ilia Borodin (4:13,10) für die neutralen Athleten.
Und auch in den Halbfinals werden die deutschen Farben am ersten Wettkmapftag zahlreich vertreten sein. Besonders stark präsentierte sich Lise Seidel über die 200m Rücken. In 2:10,02 Minuten machte die WM-Achte des vergangenen Jahres als Zweite den Sprung ins Halbfinale perfekt. Schneller war lediglich die Britin Katie Shanahan in 2:09,29 Minuten.
Über die 100m Brust stehen gleich zwei deutsche Hoffnungsträger in der Runde der Top 16. Als Fünfter zog der Titelverteidiger Melvin Imoudu (59,31) souverän ins Halbfinale ein, in dem als Zehnter auch Lucas Matzerath (59,59) schwimmen wird. Beide dürften gute Erinnerungen an Paris haben, wo sie gemeinsam im Olympiafinale standen. Mit einer starken Zeit glänzte auch Subjär Biltaev, der in 1:00,13 Minuten Achtzehnter wurde. Mathis Schönung (1:00,77) komplettierte als 30. das gute deutsche Mannschaftsergebnis. Für die schnellste Zeit der Vorläufe sorgte Weltrekordhalter Adam Ramsay-Peaty in 59,08 Sekunden.
Vier deutsche Schwimmer waren auch über die 50m Schmetterling am Start. Hier konnte Luca Armbruster das Ticket für die nächste Runde lösen. In 23,12 Sekunden schmetterte der Deutsche Rekordhalter als Zehnter ins Halbfinale. Ole Eidam (23,39) verpasste hingegen bei seinem einzigen Einzelstart dieser Titelkämpfe als 21. knapp das Weiterkommen. Ebenfalls mit dem Vorlauf-Aus zufrieden geben mussten sich Josha Salchow (23,62 | 30.) und Julian Koch (24,12 | 50.). Zur Topzeit des Feldes sprintete der amtierenden Weltmeister Maxime Grousset in beeindruckenden 22,49 Sekunden.
Ein ähnliches Bild zeigte sich über die 100m Freistil der Damen, wo Nina Holt (54,48) als Vierzehnte ins Halbfinale vorstoßen konnte. Linda Roth fehlten in 54,65 Sekunden gerade einmal zwei Hundertstelsekunden zum letzten Halbfinalplatz, der in einem Ausschwimmen entschieden wurde. Für Nicole Maier (54,94 | 23.) und Julianna Bocska (55,36 | 31.) reichte es ebenso nicht zum Weiterkommen. An der Spitze des Klassements wurde die frischgebackene Weltrekordhalterin Marrit Steenbergen eindrucksvoll ihrer Favoritenrolle gerecht und begeisterte in 52,62 Sekunden direkt mit einem Veranstaltungsrekord.
Ab 18:30 Uhr geht es am Abend dann in die ersten Medaillenentscheidungen bei den Beckenwettbewerben in Paris!
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Bild: Tino Henschel