In der nächsten Woche beginnen die Freiwasser-Europameisterschaften in Paris – allerdings ohne Lea Boy. Die deutsche Hoffnungsträgerin sagte ihre Teilnahme kurzfristig ab, nachdem sie zuletzt bereits die Freiwasser-DM sowie die Finals hatte auslassen müssen.
Unmittelbar nach dem Weltcup-Finale in Portugal hatte Boy infolge der schlechten Wasserqualität mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, die sie längere Zeit am Training hinderten. Inzwischen seien die Symptome zwar nicht mehr präsent, aber die dreifache WM-Medaillengewinnerin sieht sich noch nicht wieder in der Verfassung, um bei der EM auf einem Spitzenplatz zu landen.
"Nach dem Weltcup in Portugal bin ich einfach zu lange ausgefallen, nun fehlt mir dadurch die Substanz für ein Topergebnis. Und für einen Platz außerhalb der Top Ten muss ich dort nicht hinfahren", erklärte Boy ihre Entscheidung.
Stattdessen richtet Lea Boy ihren Fokus bereits auf die kommende Saison. Dann beginnt die Qualifikation für die olympischen Freiwasserwettbewerbe. Für Boy wären es ihre ersten Olympischen Spielen und somit ein großer Traum.
Trotz des EM-Verzichts kann sie auf eine starke Saison zurückblicken. Insbesondere mit Rang drei in der Gesamtwertung des Freiwasser-Weltcups untermauerte Boy abermals ihren Platz in der Weltspitze. Den frei gewordenen Startplatz in der deutschen MIxedstaffel wird in Paris voraussichtlich Julia Ackermann übernehmen, die erst in der vergangenen Woche bei der Freiwasser-JEM mit zwei Gold- und einer Silbermedaille begeistert hatte.
Bild: European Aquatics