Im Rahmen der Finals 2026 werden in Hannover derzeit erstmals die Deutschen Sprint- und Lagenmeisterschaften im Schwimmen ausgetragen. Das neue Wettkampfformat vereint Sprintentscheidungen und Kombinationswertungen und bietet zugleich die Gelegenheit, große Teile der deutschen EM-Teams für Paris nur wenige Wochen vor dem Saisonhöhepunkt im Wettkampfbecken zu erleben.
Bereits am ersten Wettkampftag wurden die ersten Meistertitel vergeben, nämlich in den Elimination-Sprints über die 50m Rücken. Bei den Damen dominierte Lise Seidel das Event eindrucksvoll und triumphierte in allen drei Runden, die jeweils nur wenige Minuten nacheinander stattfanden. Bei den Männern standen hingegen mit Maurice Grabowski, Ole Braunschweig und Björn Kammann stets andere Namen an der Spitze des Klassements. Im entscheidenden Aufeinandertreffen setzte sich dann Björn Kammann durch und durfte sich über die Goldmedaille freuen.
Zuvor hatte Lise Seidel bereits über die 200m Rücken überzeugt und sich in 2:12,32 Minuten mit einem deutlichen Vorsprung die beste Ausgangsposition für die Kombinationswertung gesichert. Da der Meistertitel anhand der addierten Punktzahl aus den 100m und 200m Strecken vergeben wird, ist die Medaillenentscheidung allerdings noch offen. Bei den Männern führt der Deutsche Meister Cornelius Jahn (2:00,02) zur Halbzeit das Ranking über die Rücken-Kombination an.
Auch über die 100m Brust ließen die amtierenden Deutschen Meister*innen nichts anbrennen: Weltmeisterin Anna Elendt setzte sich erwartungsgemäß in 1:06,95 Minuten durch. Bei den Männern behauptete sich Melvin Imoudu in 1:00,72 Minuten erneut an der nationalen Spitze und verwies wie schon bei der DM Ende April Lucas Matzerath (1:01,56) auf Rang zwei.
Besonders spannend verlief das Rennen über die 200m Freistil der Damen, wo es erneut eine starke Leistungsdichte zu bestaunen gab. Am Ende trennten die Top 4 gerade einmal sechs Zehntelsekunden. Die Topzeit sicherte sich Linda Roth (1:58,56), die sich nach ihrem Golderfolg bei der JEM weiterhin in bestechender Form präsentiert. Im Kampf um die Kombinationswertung schwammen sich dahinter auch Maya Tobehn (1:58,69), Maya Werner (1:58,86) und Nicole Maier (1:59,15) in eine gute Ausgangsposition.
Bei den Männern steht Olympiasieger Lukas Märtens in der Kombinationswertung nun in der Rolle des Gejagten: In 1:47,09 Minuten setzte er sich gegenüber Jarno Bäschnitt (1:48,98) und Timo Sorgius (1:49,02) durch. Der Deutsche Rekordhalter über die 100m Freistil Josha Salchow (1:51,10) hat indes auf seiner Paradestrecke einiges aufzuholen.
Die engste Entscheidung bei den Männern fiel hingegen über die 100m Schmetterling. Der frischgebackenen Deutsche Rekordhalter Kaii Winkler war in schnellen 51,64 Sekunden siegreich und blieb damit unter seiner Goldzeit von den Deutschen Meisterschaften. Auch Ole Eidam schmetterte in 51,87 Sekunden unter die Marke von 52 Sekunden.
Bei den Damen lieferten sich Yara Fay Riefstahl (59,70) und Maya Tobehn (1:00,28) ein packendes Duell um den Sieg, das über die doppelte Distanz dann seine Fortsetzung finden wird.
Wichtige Links zum Thema:
Die Finals 2026 Schwimmen: Startlisten & Ergebnisse
Die Finals 2026 Schwimmen: Livestream ZDF
Die Finals 2026 Schwimmen: Livestream ARD
Bild: Tino Henschel (Archiv)