Nach einem erfolgreichen Auftakt beim Central European Countries Junior Meeting (CECJM) setzten die deutschen Nachwuchstalente auch am zweiten Wettkampftag die Erfolgsspur fort. Gleich dreimal Gold, viermal Silber und zweimal Bronze fischte das deutsche Team aus dem Schwimmbecken in Ljubljana.
Die ersten Finals des Nachmittagsabschnitts wurden über die 50m Rücken ausgetragen. Bei den Herren ging Jannis Kube als Vorlaufschnellster ins Rennen. Seiner Favoritenrolle wurde er im Kampf um die Medaillen gerecht und sprintete als einziger Schwimmer unter 27 Sekunden. In 26,82 Sekunden war er drei Zehntel schneller als der Zweitplatzierte und sicherte sich bereits seine dritte Medaille in Slowenien. Auch die zweite Goldmedaille des Tages ließ für das deutsche Team nicht lange auf sich warten. Hannah Victoria Bürger, die ebenfalls über 50m Rücken auf der Favoritenbahn ins Rennen ging, hatte in neuer persönlicher Bestzeit von 29,64 Sekunden als erste Schwimmerin ihre Hand an der Wand. Im gleichen Finale schwamm Laetitia Adelhardt in 30,36 Sekunden ins Ziel. Eine weitere Goldmedaille gab es für Eva Woitag (Titelbild) über die 100m Schmetterling. Als einzige Sportlerin konnte sie die zweiten 50m unter 33 Sekunden schwimmen und stand nach 1:02,17 Minuten, mit einem hauchdünnen Vorsprung vor der zweitplatzierten Athletin aus Ungarin als Siegerin fest. Im gleichen Rennen schwamm Talya Tock, die am Vortag Silber über die 50m Distanz gewonnen hatte, in neuer persönlicher Bestzeit (1:02,97) auf Platz fünf.
In den 4x100m Lagen Staffeln wussten sowohl die deutschen Schwimmerinnen als auch Schwimmer zu überzeugen. Bei den Herren schwammen Jannis Kube, Paul Kiehl, Julian Petras und Hardy Frank in 3:55,57 Minuten mit schnellen Einzelzeiten auf Platz zwei hinter dem Team aus der Türkei. Auch die Lagenstaffel der Damen musste nur die Mannschaft aus Polen ziehen lassen. In einem Wimpernschlag Finale, in dem die Plätze zwei bis vier gerade einmal sieben Hundertstel voneinander getrennt waren, hatte die deutsche Kraulschwimmerin Anna Forsbach als Erste ihre Hand an der Wand und sicherte dem deutschen Team mit Hannah Victoria Büger, Lia Hartmannshennund Talya Tock die Silbermedaille. Nach ihrem zweiten Platz über die 200m Brust legte Lia Hartmannshenn über die halbe Distanz nach und gewann auch über die 100m Brust die silberne Medaille. In 1:10,72 Minuten und neuer Bestleistung musste sie wieder nur der ein Jahr älteren Österreicherin Lilli Paier den Vortritt lassen. Eine weitere Silbermedaille erschwamm Julian Petras über die 100m Schmetterling. Nach Platz sieben über die 50m schwamm er in 56,87 Sekunden als Zweiter ins Ziel.
Auch über bronzene Medaillen konnte sich das deutsche Team freuen. Über die 200m Freistil der Herren war es Stefan Louts-Häußler, der in 1:54,59 Minuten auf den dritten Platz schwamm. Nachdem er nach 100m noch auf Platz fünf lag, konnte er sich aufgrund seiner schnellen zweiten Rennhälfte auf den Podestplatz vorschieben. Platz fünf belegte der zweite deutsche Starter Theodor Büscher in 1:55,35 Minuten. Bereits im Vormittagsabschnitt hatte das deutsche Quartett um Hardy Frank, Jannis Kube, Anna Forsbach und Anna Franziska Hunger in der 4x 100m Freistil Mixed Staffel die bronzene Medaille erschwimmen können. Gerade einmal eine halbe Sekunde trennten die ersten drei Teams. Platz eins ging an Rumänien, Platz zwei an die Türkei.
Auch in den weiteren Finals des Tages war jeweils mindestens eine deutsche Schwimmerin oder Schwimmer vertreten. Besonders spannend war das 400m Lagen Finale der Damen. In 4:58,46 Minuten blieb Mia Maria Junga gerade einmal acht Hundertstel hinter der drittplatzierten Ungarin und belegte den undankbaren vierten Platz. Bis zur 350m Wende lag sie sogar noch auf Platz zwei, konnte diesen Vorsprung aber nicht ins Ziel retten. Der zweiten deutschen Starterin Meggy Messel gelang es nicht ganz, an ihre Bestzeit heranzuschwimmen, sodass sie in 5:05,89 Minuten den sechsten Platz belegte. Über die 400m Lagen gingen auch zwei Herren im Finale an den Start. Während Leonard Salan als einziger Starter des jüngeren Jahrgangs 2012 in 4:41,08 Minuten seine Bestzeit um fast drei Sekunden unterbot und Platz sieben belegte, schwamm William Klotz in 4:40,66 Minuten knapp über Bestzeit auf Platz sechs. Im 100m Brust Finale der Herren ging Paul Kiehl an den Start. In 1:06,98 Minuten belegte er wie über die 200m Distanz den siebten Platz. Kurz nach ihrem Sieg über die 100m Schmetterling war Eva Woitag nochmal über die 200m Freistil im Wasser. Auf der zweiten Rennhälfte musste sie von den führenden Schwimmerinnen abreißen lassen kam nach 2:08,39 Minuten auf Platz sieben ins Ziel. Platz sechs belegte die zweite deutsche Schwimmerin Pia-Marlene Spethmann, die in 2:07,06 Minuten ihre Bestzeit um drei Zehntel unterbot.
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BIld: Tino Henschel (Archiv)