11. Juli 2026

NEWS zur Junioren-EM 2026 powered by Speedo

Der fünfte von sechs Wettkampftagen bei der JEM in München war für das deutsche Team geprägt von starken Halbfinalauftritten und verpassten Medaillenchancen in den Finals. 

Besonders hoffnungsvoll war nach den Vorläufen auf die 4x200m Freistilstaffel der Männer geblickt worden, die mit der zweitschnellsten Zeit im Finale stand. In gleicher Besetzung blieben Rudolf Bordas (1:50,61), Jonas Lieschke (1:50,39), Simon Brugger (1:51,01) und Nils Nolte (1:48,20) in 7:20,21 jedoch etwas hinter ihrer Leistung aus dem Vorlauf zurück und verpassten auf Rang Vier das erhoffte Edelmetall. Extrem stark präsentierte sich wieder einmal die Staffel der Neutralen Athleten aus Russland, die in 7:09,16 Minuten mit einem neuen Junioren-Europarekord glänzten. 

Einen Rekord gab es zuvor aber auch für das deutsche Team zu bejubeln. Nachdem im Vorlauf noch zwei Hundertstel gefehlt hatten, schmettere Lara Vandenhirtz über die 50m Schmetterling in 26,56 Sekunden zu einem neuen Altersklassenrekord und war dabei elf Hundertstel schneller als die bisherige Bestmarke bei den 16-Jährigen. Mit dieser herausragenden Leistung zog Vandenhirtz auch souverän in das morgige Finale ein, wo sie als Vierte durchaus an den Medaillenrängen wackeln könnte. Ebenfalls im Finale vertreten sein wird Yara Fay Riefstahl, die in 26,86 Sekunden auf Rang sechs sprintete. Mit einem neuen JEM-Rekord von 26,03 Sekunden katapultierte sich die Französin Andreanna Bourseul in die Favoritenrolle. 

Und auch bei den Männern fiel über die 50m Schmetterling beinahe ein Altersklassenrekord. In 23,86 Sekunden verfehlte Larus Thiel seine eigene Bestmarke bei den 17-Jährigen um lediglich eine Hundertstelsekunde, löste als Siebter aber ebenso ein weiteres Finalticket. Hier steht Jan Foltyn (23,37) aus Tschechien als Schnellster in der Entscheidung der Top 8. 

Mit der schnellsten Zeit des Halbfinales wusste Louis Hoffmann über die 100m Brust zu beeindrucken. In 1:00,64 Minuten setzte sich Hoffmann gegenüber der gesamten Konkurrenz durch und wird das Finale morgen somit auf Bahn Vier bestreiten. Es könnte die Krönung extrem erfolgreicher Titelkämpfe werden, bei denen der Berliner bereits mit Bronze über die 50m Brust und Silber mit der Lagenmixedstaffel glänzen konnte. 

Auch bei den Damen waren die deutschen Farben im Halbfinale über die 100m Brust vertreten. Doch die Medaillenentscheidung wird ohne deutsche Beteiligung über die Bühne gehen, da Hannah Schneider (1:10,23) als Elfte nicht ins Finale vorstoßen konnte. Am schnellsten unterwegs war hier die Ukrainerin Iryna Miliutina (1:08,81).

Nach Gold über die 200m Freistil verpasste Linda Roth über die 100m Freistil denkbar knapp ihre zweite Einzelmedaille. In einem engen Rennen um die Podestplätze schlug Roth in 54,74 als Fünfte an, 13 Hundertstel fehlten zum Edelmetall. In 54,28 Sekunden kürte sich die Italienerin Alessandra Mao zur Junioren-Europameisterin. 

In ihrem ersten JEM-Finale zeigte Evelyn Wegrotzki über die 200m Schmetterling ein gutes Rennen und schlug beim Sieg der Ungarin Vivien Jackl (2:09,42) auf Rang 6 an. Den Auftakt der deutschen Finalstarts hatte Moritz Erkmann gemacht, der über die 800m Freistil in 8:05,45 Minuten Achter wurde. Siegreich war hier Grigorii Vekovishchev (7:52,31). Und auch bei den Damen ging die Goldmedaille über die 800m Freistil an die Neutralen Athleten. Wie schon über die 1500m Freistil war Kseniia Misharina (8:25,75) nicht zu schlagen. Im heutigen Finalabschnitt war dies das einzige Rennen ohne deutsche Beteiligung, nachdem Juliana Buttler ihren Start abgemeldet hatte. 

Mit der exakt gleichen Zeit wie im Vorlauf konnte sich Nils Nolte über die 100m Freistil nicht das anvisierte Finalticket schnappen. In 49,89 Sekunden blieb er erneut nur vier Hundertstel über seinem eigenen Altersklassenrekord und wurde gegen starke Konkurrenz Zwölfter. Zur Topzeit des Feldes sprintete Egor Proshin (48,51) für die Neutralen Athleten. 

Als Zwölfter ebenfalls knapp am Finale vorbei schrammte Mitja Bauer, der nach Staffelsilber gestern über die 100m Rücken in 55,82 Sekunden anschlug. Die Finalbahn Vier sicherte sich mit mehr als sieben Zehnteln Vorsprung Mikhail Shcherbakov (54,30) für die Neutralen Athleten. 

Besser lief es für Laura Sophie Kohlmann und Mira Helget, die morgen gemeinsam im Finale über die 200m Lagen stehen werden. In 2:16,25 Minuten schlug Kohlmann im Halbfinale als Fünfte an, während Helget in 2:17,48 Minuten als Achtplatzierte die Liste der Qualifizierten komplettierte. Beide konnten in dieser Woche bereits Finalluft schnuppern und können morgen somit voller Selbstvertrauen in den letzten JEM-Tag starten. Für die schnellste Zeit des Feldes sorgte die Polin Barbara Lesniewska (2:14,45). 

 

Die wichtigsten Links zum Thema:

JEM 2026: Livestream (European Auqatics TV)

• JEM 2026: Livestream (Sporteurope.TV) 

• JEM 2026: Startlisten und Ergebnisse

• JEM 2026: Alle deutschen Starts in München

• JEM 2026: Medaillenspiegel

 

Bild: Tino Henschel / Archiv