24. Juni 2026

Das Finale des Freiwasser-Weltcups im portugiesischen Setúbal hat erneut eine Debatte über die Wasserqualität bei internationalen Wettkämpfen ausgelöst. Nach den Rennen am vergangenen Wochenende berichteten zahlreiche Athletinnen und Athleten von gesundheitlichen Problemen. Besonders betroffenen waren mehrere Schwimmerinnen, von denen einige sogar im Krankenhaus medizinisch behandelt werden mussten. 

Seitdem machen zahlreiche Freiwasser-Asse ihrem Ärger in den sozialen Medien Luft und richten einen deutlichen Appell an der Weltverband World Aquatics. Vierfach-Weltmeister Florian Wellbrock fordert ein Umdenken bei der Vergabe von Wettkampforten: "Vielleicht ist es an der Zeit, die Austragungsorte zu überdenken und einen größeren Fokus auf die Wasserqualität zu legen", schrieb Wellbrock. 

Auch der italienische Topstar Gregorio Paltrinieri äußerte sich kritisch. Gleiches gilt für viele der Athletinnen, die in Setúbal selbst von gesundheitlichen Beschwerden betroffen waren und ihre Erfahrungen öffentlich schilderten. 

Die Debatte um die Wasserqualität bei Freiwasser-Wettkämpfen ist dabei alles andere als neu und war in den vergangenen Jahren mehrfach ein großes Diskussionsthema. Besonders laut war die Kritik rund um die Olympischen Spiele 2024 in Paris. Damals sorgte die Wasserqualität in der Seine über Monate für Schlagzeilen. Lange Zeit war unklar, ob die Wettkämpfe überhaupt wie geplant stattfinden könnten. Mehrfach mussten Trainingseinheiten und Wettbewerbe verschoben werden, nachdem Messwerte die Sicherheitsgrenzen überschritten hatten. Mit gesundheitlichen Herausforderungen, hatten die Aktiven schlussendlich dann auch zu kämpfen. 

Ob der Weltverband den neuesten Forderungen der Athletinnen und Athleten nach einer stärkeren Berücksichtigung der Wasserqualität nachgeben wird, bleibt abzuwarten.