26. April 2026

Mit insgesamt vierzehn Deutschen Meistertiteln führen Anna Elendt und Angelina Köhler gemeinsam mit Isabel Gose die nationale Titelsammlung an. Alle drei können ihre Titelausbeute am letzten Tag dieser DM noch ausbauen – dafür schwammen sich Elendt und Köhler bereits in den Vorläufen in eine vielversprechende Ausgangsposition. 

Über die 200m Brust schickt sich Weltmeisterin Anna Elendt auch in diesem Jahr an, das Brust-Triple in Berlin perfekt zu machen und setzte in 2:27,84 Minuten klar die Vorlaufsbestzeit. Um sich ihren dritten Einzelstartplatz für die EM in Paris zu sichern, muss Elendt im Finale die offene Norm von 2:26,10 Minuten unterbieten. Unter der U23-Normzeit konnte bereits vor einigen Wochen die Vizeweltmeisterin der Junior*innen Lena Ludwig bleiben, die in 2:30,34 Minuten als Zweite in die Medaillenentscheidung geht. 

Um hauchdünne elf Hundertstel schrammte Lucas Matzerath über die 200m Brust an der EM-Norm vorbei. Im Finale hat Matzerath am Abend dann sowohl die Chance, seinen Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen als auch sein zweites EM-Ticket einzutüten. Mit seiner Vorlaufsbestzeit von 2:11,01 Minuten erkämpfte er sich einen deutlichen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz um Mathis Schönung (2:14,29) und Kenneth Bock (2:14,39). Wie schon gestern über die 50m Brust (28,23) glänzte Taliso Engel wieder mit einem inoffiziellen Para-Weltrekord (2:21,91). Im Rekordrennen von Melvin Imoudu wurde der Paralympics Sieger im A-Finale starker Siebter. 

Für Angelina Köhler geht es über die 50m Schmetterling um ein mögliches drittes DM-Gold in diesem Jahr. In 25,91 Sekunden schmetterte die Deutsche Rekordhalterin klar zur Topzeit des Feldes und ein weiteres Mal unter die EM-Norm, für die sie aufgrund ihres vierten Platzes bei der WM bereits sicher gesetzt ist. Über ihre erste JEM-Norm durfte sich Luisa Marie Herrmann (27,28) freuen. 

Bei den Herren erwartet uns im Schmetterlingssprint ein packendes Rennen um die EM-Tickets. Während der Vorlaufschnellste Luca Armbruster in 23,37 Sekunden erneut die EM-Norm bestätigte und auf seinen ersten Meistertitel in dieser Woche hoffen darf, meldete Josha Salchow (23,96) seinen Finalstart ab und könnte im nationalen Ranking somit noch verdrängt werden, beispielsweise von Maurice Grabowski (23,75), Kaii Winkler (23,85) oder Björn Kammann (24,12). Die EM-Norm liegt bei 23,45 Sekunden – Salchow steht mit einer Zeit von 23,42 Sekunden aktuell auf Platz 3 im Ranking. Mit Larus Thiel (24,14) und Georg-Alexander Kloss (24,39) gab es zudem zwei weitere JEM-Normerfüllungen. 

Über die 200m Rücken setzten Timo Sorgius (2:01,14) und Mira Helget (2:16,43) die jeweils schnellsten Zeiten der Vorläufe ins Becken. Insbesondere bei den Männern dürfte der Blick von Sorgius, Cornelius Jahn (2:01,58) und Cedric Büssing (2:01,83) auch auf die U23-Norm für die Europameisterschaften gerichtet sein. Diese liegt bei 1:59,00 Minuten. 

Auch über die langen Freistilstrecken sind noch deutsche Meistertitel zu vergeben. In den langsameren Zeitläufen am Vormittag setzten sich Ben David Preuß (15:43,04) über die 1500m Freistil und Zarina Selimovic  (8:56,56) über die 800m Freistil an die Spitze des Klassements. Am Abend winkt dann in den Topläufen die vierte Goldchance für Isabel Gose, während bei den Männern Vizeweltmeister Sven Schwarz als großer Titelfavorit gilt. 

Den letzten Staffeltitel der diesjährigen Deutschen Meisterschaften sicherte sich die 4x100m Freistil Mixedstaffel der SG Essen in 3:31,69 Minuten, vor den Quartetten der SG Neuss (3:35,53) und der SG Frankfurt (3:35,88). 

Der letzte Finalabschnitt beginnt heute bereits um 17 Uhr. Acht Medaillenentscheidungen stehen dann zum Abschluss der nationalen Titelkämpfe auf dem Programm. 

 

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Bild: Tino Henschel