20. April 2026

Fast zwei Jahre ist es her, dass Adam Peaty bei den Olympischen Spielen in Paris mit Silber über die 100m Brust seinen letzten großen Erfolg feierte. Seitdem war es still geworden um den britischen Ausnahmeschwimmer, der sich nun nach einer längeren Wettkampfpause eindrucksvoll zurückmeldete. 

Im Rahmen der Britischen Meisterschaften, die vergangene Woche in London ausgetragen wurden, schien Adam Peaty auf den kurzen Bruststrecken zu alter Form zurückzufinden. Über die 100m Brust glänzte der Weltrekordhalter in 58,97 Sekunden mit einer Zeit, die schneller war als im olympischen Finale von Paris. Peaty ist damit nur einer von vier Schwimmern, die in diesem Jahr bislang unter der Marke von 59 Sekunden blieben. Auch einen Platz im britischen Team für die Europameisterschaften und Commonwealth Games hat der dreifache Olympiasieger damit sicher. Zudem sprintete Peaty auch über die 50m Brust in 26,64 Sekunden unter die Top 3 der Welt in diesem Jahr und untermauerte somit sein erklärtes Ziel, bei den nächsten Olympischen Spielen erneut auf dem Podium zu stehen. 

Aber auch die britischen Damen sind auf den Bruststrecken derzeit bemerkenswert schnell unterwegs – insbesondere Angharad Evans, die bei den Titelkämpfen mit zwei Britischen Rekorden und zwei Weltjahresbestzeiten für Aufsehen sorgte. Über die 200m Brust blieb Evans in 2:19,70 Minuten als erste Britin überhaupt unter der Marke von 2:20 Minuten und verbesserte die bisherige nationale Bestmarke um mehr als eine Sekunde. In 1:04,96 Minuten setzte sie auch über die 100m Brust ein dickes Ausrufezeichen und war dabei gut zwei Zehntel schneller als Weltmeisterin Anna Elendt bei ihrem Goldtriumph in Singapur. 

Über einen neuen Britischen Rekord durfte auch Freya Colbert jubeln, die sich bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr über die 200m Freistil in die Rekordbücher eintrug. In 1:54,34 Minuten steigerte Colbert ihre eigene Bestmarke aus dem letzten Monat erneut um satte 6,4 Zehntelsekunden. Für weitere Weltjahresbestzeiten sorgten zudem Oliver Morgan über die 50m Rücken (24,36) sowie Abbie Wood über die 200m Lagen (2:08,17). 

Neben Adam Peaty erlebte mit James Guy ein weiterer Routinier seinen zweiten Frühling. Über die 400m Freistil schwamm der mehrfache Staffelolympiasieger in 3:44,04 Minuten seine schnellste Zeit seit 2016. Und auch über die 200m Freistil betonte Guy in 1:45,38 Minuten seine bestechende Form. Schneller war hier lediglich Matt Richards in 1:44,77 Minuten – was bei den Europameisterschaften in Paris auf eine traditionell starke britische 4x200m Freistilstaffel hoffen lässt. 

 

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