Nachdem Nina Holt bereits gestern bei den Berlin Swim Open über die 200m Freistil unter der Normzeit für die Europameisterschaften blieb, untermauerte die amtierende Deutsche Meisterinauch über die 100m Freistil ihren Anspruch auf einen Platz im deutschen EM-Team. Auch zahlreiche JEM-Normen wurden unterboten und Mitja Bauer glänzte mit einem neuen Altersklassenrekord.
In 54,52 Sekunden blieb Nina Holt acht Hundertstel unter der geforderten Normzeiten für Paris, nachdem sie bereits im Vorlauf (54,87) schneller als die U23-Norm war. Wie Holt konnte sich auch Maya Tobehn mit ihren Leistungen (55,99 und 55,53) für eine mögliche 4x100m Freistilstaffel empfehlen.
Über die 200m Rücken schwamm Mitja Bauer nicht nur deutlich unter die JEM-Norm, sondern begeisterte zudem mit einem neuen Altersklassenrekord bei den 18-Jährigen. In 1:59,34 Minuten verbesserte Bauer die bisherige Bestmarke von Lukas Märtens, der gestern über dieselbe Strecke einen neuen Deutschen Rekord aufgestellt hatte.
Auch über die 100m Freistil winkt für Mitja Bauer ein Start bei den Europameisterschaften der Junior*innen. In 50,27 Sekunden blieb der Youngster bereits im Vorlauf unter der geforderten Norm – ebenso wie Georg-Alexander Kloss, der in 50,01 Sekunden noch ein wenig schneller unterwegs war. Jeweils zwei JEM-Normen wurden auch über die 200m Brust und 400m Freistil der Männer geknackt. Während sich Louis Hoffmann (2:16,32) und Hugo Engelien (2:16,45) für die Titelkämpfe in München auf der langen Bruststrecke empfehlen konnten, dürfen Nils Nolte (3:52,63) und Rudolf Bordas (3:53,59) auf ein JEM-Ticket über die 400m Freistil hoffen.
Bei den Damen könnte Juliana Buttler die deutschen Farben über die 400m Freistil bei der JEM vertreten. In 4:12,42 blieb die 17-jährige Magdeburgerin auch unter der U23-Norm für Paris, ist laut der Nominierungsrichtlinien jedoch zu jung, um sich über die Nachwuchsnorm zu qualifizieren. Diese gilt lediglich für die Jahrgänge 2003 bis 2007. Schneller als Buttler war Lea Boy (4:12,05), die das deutsche Team bei den Freiwasser-Europameisterschaften verstärken wird.
Auf den Schmetterlingsstrecken machte Yara Fay Riefstahl das JEM-Triple perfekt und schmetterte über die 50m in 26,68 Sekunden deutlich unter die Qualifikationszeit. Den Sieg schnappte sich erwartungsgemäß Angelina Köhler. In 25,64 Sekunden kam die WM-Vierte des vergangenen Jahres erneut bis auf 1,4 Zehntel an ihren Deutschen Rekord heran. Für die Europameisterschaften ist Köhler bereits sicher gesetzt und hat morgen über die doppelte Strecke die Chance, sich ein weiteres EM-Ticket zu sichern.
Wichtige Links zum Thema:
- Startlisten & Ergebnisse Berlin Swim Open 2026
- Livestream (kostenlos)
- Normzeiten Schwimm-EM 2026
- Normzeiten JEM 2026
Bild: Tino Henschel