Keine Woche vor den deutschen Meisterschaften schwamm Lukas Märtens beim Bergen Swimfestival über seine Nebenstrecke 200m Rücken in 1:55,85 Minuten einen neuen deutschen Rekord. Die nationale Bestmarke, die in 1:55,87 Minuten bisher von Jan-Philip Glania aus dem Jahr 2012 gehalten wurde, verbesserte Märtens somit um zwei Hundertstelsekunden. Zusätzlich zu seiner neuen persönlichen Bestleistung und der Goldmedaille unterbot er die geforderte EM-Norm um ganze 2,25 Sekunden. Neben den 400m und 800m Freistil, für die er bereits sicher qualifiziert ist, blickt er nun einem dritten Einzelstart in Paris entgegen.
Begleitet wird Lukas Märtens in Bergen von Josha Salchow, der über die 100m Freistil in 48,49 Sekunden ebenfalls die EM-Norm unterbot. Nachdem er im Vorlauf in 48,96 Sekunden noch sechs Hundertstel über der Pflichtzeit geblieben war, verbesserte er sich im Finale um eine halbe Sekunde und konnte so deutlich unter die Normzeit sprinten.
Auch in Rotterdam (Nierderlande) wurde am ersten Wettkampftag bereits schnell geschwommen. Das Team der SG Essen sicherte sich zwei JEM-Normen sowie eine U23 Norm für die EM in Paris. Letztere erschwamm sich Finn Hammer, der in 2:01,35 Minuten knappe 15 Hundertstel unter der geforderten Zeit von 2:01,50 Minuten blieb. Er verwies damit auch den Olympiafinalisten über die doppelte Strecke Cedric Büssing auf Platz zwei, der in 2:02,67 Minuten in Berlin noch gute zwei Sekunden schneller schwimmen muss, um sich für die Europameisterschaften zu empfehlen. Einen deutschen Tripel Sieg komplimentierte Carl Morris Magold von der SSG Saar Max Ritter in 2:06,48 Minuten.
Bereits im Vorlauf schwamm Lara Vandenhirtz über die 50m Schmetterling in 27,18 Sekunden unter der geforderten JEM-Norm von 27,30 Sekunden. Zwar konnte sie sich im Finale nicht mehr steigern und belegte in 27,37 Sekunden den vierten Platz, sichert sich jedoch durch ihre Leistung am Vormittag bereits ihre Startberechtigung bei der Heim-EM der Junior*innen. Dahingegen schwamm ihre Vereinskameradin Laura Sophie Kohlmann im Vorlauf über die 200m Lagen noch deutlich über JEM-Norm, verbesserte sich zum Finale aber um fast vier Sekunden auf 2:16,75 Minuten, was schlussendlich nicht nur Platz 1 und die Goldmedaille bedeutete, sondern auch 1,25 Sekunden schneller war als die Pflichtzeit für die Titelkämpfe in München.
Wichtige Links zum Thema:
• Startlisten & Ergebnisse Bergen Swim Festival 2026
• Startlisten & Ergebnisse Rotterdam Qualifikation Meet 2026
Bild: World Aquatics