17. April 2026

Im Doppelpack zur EM-Norm und nur Hundertstel vom Deutschen Rekord entfernt! Bei den Berlin Swim Open wussten Vincent Passek und Ole Braunschweig am ersten Tag ihren Heimvorteil gekonnt zu nutzen. 

Über die 50m Rücken verfehlten Passek (24,63) und Braunschweig (24,70) die nationale Bestmarke von 24,57 Sekunden nur hauchdünn und setzten so ein großes Achtungszeichen in Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf – inklusive der EM in Paris. Aber auch Melvin Imoudu, Oliver Klemet, Maya Tobehn, Nina Holt und Leonie Märtens konnten sich eindrucksvoll für die Europameisterschaften in Paris empfehlen. 

Bereits im Vorlauf über die 100m Brust gelang dies Melvin Imoudu. Hier glänzte der Olympiavierte von Paris mit einer Zeit von 59,64 Sekunden, an die er im Finale (59,87) dann nicht mehr ganz heran kam. Über den Sieg in Berlin durfte sich Imoudu dennoch freuen. Ebenfalls stark am Vormittag präsentierte sich Louis Hoffmann, der in 1:00,74 deutlich unter die Normzeit für die JEM schwamm. Einen Finalstart meldete Hoffmann allerdings ab. 

Seine bereits vierte EM-Norm machte Oliver Klemet perfekt. Nachdem er sich in Stockholm bereits für Startplätze über die 400m, 800m und 1500m empfehlen konnte, schwamm er auch über die 200m Freistil in 1:46,79 Minuten unter die geforderte Qualifikationszeit. Mit seiner Zeit aus dem Vorlauf (1:47,94) führt Klemet zudem auch das aktuelle Ranking um mögliche Staffelplätze an. Dort ist auch Nils Nolte aussichtsreich platziert und blieb in 1:48,03 Minuten deutlich unter der JEM-Norm. 

Auch bei den Damen wurde die EM-Norm über die 200m Freistil geknackt – und das sogar gleich doppelt. Im Vorlauf schon glänzte Maya Tobehn in 1:59,96 Minuten mit einer Zeit von unter zwei Minuten und verbesserte sich im Finale nochmals deutlich. In 1:58,69 Minuten darf Tobehn, die bereits auf der Juniorenebene bei internationalen Titelkämpfen am Start war, nun auf ihre erste EM-Teilnahme hoffen. In Paris könnte auch Nina Holt mit von der Partie sein, die in 2:00,02 Minuten schneller als die U23-Norm war. Für die Drittplatzierte Juliana Buttler (2:00,77) winkt indes ein Platz im deutschen JEM-Team. 

Einen Doppelstart im Becken und im Freiwasser könnte in Paris auf Leonie Märtens warten, denn über die 1500m Freistil blieb die Olympiateilnehmerin von 2024 in 16:23,57 Minuten unter der U23-Norm. Ebenfalls sicher für die Freiwasser-EM qualifiziert ist Lea Boy, die in 16:27,91 Minuten jedoch über der geforderten Qualizeit für die offene Klasse blieb. Für einen möglichen Platz in der Freiwasser Mixedstaffel sowie dem Knockout-Sprint dennoch ein wichtiges Signal. 

Bei den Männern ist Vizeweltmeister Sven Schwarz bereits sicher für einen EM-Start über die 1500m Freistil gesetzt. Ungeachtet dessen zeigte Schwarz in Berlin ein beherztes Rennen, lag zwischenzeitlich sogar unter dem Deutschen Rekord von Florian Wellbrock und schlug in schnellen 14:40,93 Minuten deutlich unter der EM-Norm an. Diese Leistung lässt bei den Deutschen Meisterschaften in der nächsten Woche auf ein packendes Duell mit Johannes Liebmann hoffen, der zuletzt in Stockholm mit einer Zeit von 14:39 begeisterte, 

Weitere JEM-Normen gab es in Berlin für Mira Helget (400m Lagen - 4:49,18), Yara Fay Riefstahl (200m Schmetterling - 2:12,43), Mattheo Straßburger (1500m Freistil - 15:32,52) und Mitja Bauer (50m Rücken - 25,65). 

 

Wichtige Links zum Thema: 

 

Bild: Tino Henschel