27. März 2026

Mit starken Auftritten des deutschen Teams ist der Freiwasser-Weltcup im ägyptischen Somabay in die neue Saison gestartet. Dabei ging es nicht nur um einen ersten internationalen Formtest, sondern auch um mögliche EM-Tickets für die Titelkämpfe in Paris diesen Sommer. Insbesondere Florian Wellbrock, Lea Boy und Leonie Märtens hatten nach den Rennen großen Grund zu jubeln. 

Über die olympische Distanz von zehn Kilometern wiederholte Florian Wellbrock seinen Vorjahressieger eindrucksvoll. Der vierfache Weltmeister des vergangenen Sommers setzte sich auf der letzten Runde entscheidend an die Spitze des Feldes und verteidigte seine Führung souverän bis ins Ziel. In 1:50:59,50 Stunden sicherte sich der deutsche Freiwasser-Star den Sieg vor dem ungarischen Olympia-Dritten David Betlehem (1:51:04,10) und dem Italiener Domenico Acerenza (1:51:05,60). 

Als amtierender Weltmeister war Wellbrock bereits sicher für die anstehenden Europameisterschaften in Paris gesetzt. Gleiches gilt für Oliver Klemet, der bei den Weltmeisterschaften den vierten Platz belegt hatte. Zum Weltcup-Auftakt in Somabay schwamm Klemet heute auf Rang 23 (1:51:27,90). Der dritte deutsche Starter Moritz Bockes (1:53:25,80) wurde 32. und verpasste somit die EM-Qualifikation. Für einen Startplatz bei den Europameisterschaften hätte er sich in einer bereinigten europäischen Wertung – mit maximal drei Schwimmern pro Nation – unter den Top 12 platzieren müssen. 

Auch bei den Damen waren die deutschen Farben auf dem Podium vertreten und es wurden zudem zwei EM-Tickets vergeben. Lea Boy sicherte sich in 1:59:23,30 Stunden den Bronzerang und somit souverän einen Platz im EM-Team. In einem zunächst geschlossenen Führungstrio, das sich erst auf der Schlussrunde auseinanderzog, behauptete sich Boy stark und verteidigte ihren Podestplatz bis ins Ziel. Nicht zu schlagen war hingegen die Australierin Moesha Johnson, die in 1:58:26,10 Stunden mit einem beeindruckenden Vorsprung triumphierte und zugleich den zweiten Sieg für die Trainingsgruppe von Bernd Berkhahn perfekt machte. Silber ging an die Italienerin Ginevra Taddeucci (1:59:14,70). 

Mit Leonie Märtens darf sich noch eine zweite deutsche Schwimmerin über die gelungene EM-Qualifikation freuen. In 2:02:59,30 belegte die Olympiateilnehmerin von Paris nach längerer Verletzungspause einen guten 13. Rang. Fabienne Wenske (2:03:23,30) verpasste die Qualifikation als 18. hingegen knapp. 

Morgen steht zum Abschluss des Freiwasser-Weltcups in Somabay dann noch die 1,5km Mixedstaffel auf dem Programm. Auch hier wird ein deutsches Team an den Start gehen. 

 

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Bild: World Aquatics