22. März 2026

Nach dem Weltrekordkracher von Cameron McEvoy über die 50m Freistil hat das zurückliegende Wochenende bei den China Open für weitere Highlights gesorgt – darunter ein neuer Juniorenweltrekord auf der Weltrekordstrecke von Lukas Märtens. Märtens selbst durfte sich über insgesamt drei Silbermedaillen freuen. 

Für den Olympiasieger hat sich die Reise nach Shenzhen gleich in mehrfacher Hinsicht gelohnt: Dreimal Silber bedeuteten Preisgelder in Höhe von 24.000 Dollar – zusätzlich zu einer ähnlichen hohen Antrittsprämie. Und auch sportlich war das Kräftemessen mit der Weltelite ein wertvoller Formtest. Im Mittelpunkt stand über alle drei Freistilstrecken das direkte Duell mit dem chinesischen Youngster Zhang Zhanshuo, der insbesondere auf den 400m Freistil ein dickes Ausrufezeichen setzte: In 3:41,55 Minuten stellte der 18-Jährige einen neuen Juniorenweltrekord auf und war damit schneller als Lukas Märtens bei seinem WM-Triumph im vergangenen Jahr. Hier hatte Zhang Zhanshuo noch Rang Fünf belegt und pirschte sich nun auch bis auf 1,6 Sekunden an Märtens' Allzeitbestmarke heran.

Der deutsche Weltrekordhalter schlug nach ebenfalls starken 3:43,04 Minuten an und liegt damit, wie auch über die 200m Freistil, auf Platz zwei der aktuellen Weltjahresbestenliste. Das Fernduell mit Vizeweltmeister Sam Short, der vor zwei Wochen eine Zeit von 3:43,49 Minuten vorgelegt hatte, ging somit zu Gunsten von Märtens aus. Anders über die 800m Freistil: Hier kam der WM-Dritte in 7:46,97 Minuten nicht an die Zeit von Short heran und musste sich ein weiteres Mal dem chinesischen Nachwuchstalent (7;44,45) geschlagen geben. Zhang Zhanshuo rundete sein herausragendes Wochenende zudem mit einem souveränen Sieg über die 1500m Freistil (14:51,93) ab. Aber auch für Lukas Märtens stellt sein Abschneiden bei den China Open einen sehr gelungenen Formtest dar. 

Wenig überraschend angesichts des namenhaften Teilnehmerfeldes wurden bei den China Open zahlreiche weitere Weltjahresbestzeiten aufgestellt – unter anderem durch die australische Olympiasiegerin Mollie O'Callaghan über die 200m Freistil in 1:53,52 Minuten. Aber auch die US-amerikanischen Damen präsentierten sich in vielversprechender Form: Gretchen Walsh stellte ihre Dominanz über die 50m Schmetterling (25,12) und 100m Schmetterling (55,22) unter Beweis, Kate Douglass glänzte über die 200m Brust mit schnellen 2:21,03 Minuten und Regan Smith entschied die 100m Rücken (57,91) und 200m Rücken (2:04,93) für sich. 

Ein ebenfalls herausragendes Wettkampfwochende in der Heimat erlebte das 13-jährige Ausnahmetalent Yu Zidi, die ihre Bestzeiten weiterhin stetig nach unten drückt. Nachdem sie über die 200m Schmetterling bereits Vizeolympiasiegerin Regan Smith hinter sich ließ, war Yu Zidi auch bei ihren weiteren Starts stets schneller als bei ihrer WM-Premiere im letzten Jahr. Über die 200m Lagen schwamm sie in 2:09,01 Minuten zu Gold, über die 400m Lagen in 4:33,33 Minuten. 

In einem Schwimmjahr ohne Weltmeisterschaften erwiesen sich die China Open als echtes Highlight für die Fans – und zugleich als besonders lukratives Kräftemessen für die internationale Elite. 

 

Alle Ergebnisse der China Open 2026 sind hier zu finden: Ergebnisse China Open 2026  

 

Bild: Tino Henschel