06. März 2026

Die zweifache Paralympics-Siegerin Elena Semechin fordert bessere finanzielle Rahmenbedingungen für Athletinnen und Athleten im Parasport. In einem Interview mit Sports Illustrated sprach sich die Erfolgsschwimmerin für ein monatliches Grundeinkommen von mindestens 3500 Euro sowie ein umfassendes Versicherungspaket aus.

Damit könnten sich Sportlerinnen und Sportler vollständig auf den Sport und ihre Leistungen konzentrieren, argumentiert Semechin. "Es geht nicht um Sonderrechte, sondern um faire Rahmenbedingungen", sagte die mehrfache Welt- und Europameisterin.

Die Forderung richtet sich sowohl an die Politik als auch Sportverbände. Elena Semechin hat bereits konkrete Vorschläge ausgearbeitet, um eine öffentliche Diskussion über die finanzielle Situation im Parasport anzustoßen. 

Für Semechin spielte das Thema in den letzten Monaten eine besonders entscheidende Rolle. Während ihrer Schwangerschaft verlor sie eigentlich ihren Kaderstatus – und damit auch die entsprechende finanzielle Förderung. Für die 32-Jährige wurde zwar eine Sonderregelung gefunden, doch das grundlegende Problem bleibt bestehen. 

In den sozialen Medien erhielt Semechin bereits breite Unterstützung: Zahlreiche andere Athletinnen und Athleten teilten ihre Forderungen und machten damit auf das strukturelle Problem aufmerksam. 

Elena Semechin steht derzeit kurz vor ihrem Comeback nach der Geburt ihres ersten Kindes. Ihr nächstes großes Ziel sind die Paralympics 2028 – es wären ihre fünften Spiele. Zunächst richtet sich der Blick im Parasport jedoch auf die Winterspiele: Diese werden heute in Mailand und Cortina d'Ampezzo eröffnet. 

 

Bild: Tino Henschel