Bei den bedeutenden NCAA-Collegemeisterschaften der Division I in den USA präsentierten sich in den zurückliegenden Tagen auch die deutschen Schwimmer in guter Form und zeigten, dass sie durchaus in der Lage sind, mit der starken Konkurrenz mitzuhalten. Insbesondere Björn Kammann, Rafael Miroslaw und Louis Dramm wussten zu überzeugen, denn alle drei konnten sich für die B-Finals qualifizieren.
Björn Kammann, der für die University of Tennessee an den Start geht, konnte das B-Finale über die 200Y Schmetterling in 1:39,69 Minuten sogar für sich entscheiden und sicherte sich damit einen starken neunten Platz im Gesamtklassement. Dem Dresdner Louis Dramm gelang gleich zweimal der Sprung in die Finalläufe: über die 200Y Lagen (1:40,92) belegte er den elften Platz und über die doppelte Distanz in 3:39,41 Minuten Rang 13.
Im vergangenen Jahr noch auf Platz fünf, wurde Rafael Miroslaw über die 200Y Freistil (1:32,69) dieses Mal Sechzehnter. Jubeln durfte Miroslaw nichtsdestotrotz, denn in der Teamwertung landete der Olympiateilnehmer gemeinsam mit seiner Mannschaft der Indiana University auf dem Siegertreppchen - auch dank der Top 6 Platzierungen über die 4x100Y und 4x200Y Freistilstaffeln, an denen der Deutsche jeweils beteiligt war. Besser waren lediglich die Teams der University of Texas und der University of California.
Dass sich die Schwimmer der University of Texas den Titel in der Gesamtwertung schnappten ist auch deshalb bemerkenswert, da die Mannschaft seit dieser Saison von Starcoach Bob Bowman trainiert wird, der im letzten Jahr noch die Arizona State University zum Gewinn der Collegemeisterschaft geführt hatte. Zahlreiche Topschwimmer waren Bowman daraufhin nach Texas gefolgt - mit dem entsprechenden Erfolg.
Wie schon bei den Damen fielen im Rahmen der Titelkämpfe auch zahlreiche NCAA-Rekorde. Davon gingen gleich zwei auf das Konto von Bowmans Schützling Hubert Kos, der sowohl über die 100Y Rücken (43,20) als auch 200Y Rücken (1:34,21) neue Bestmarken aufstellte. Gleiches gelang Luke Hobson über die 200Y Freistil (1:28,33), Jordan Crooks über die 100Y Freistil (39,83) und Gianluca Urlando über die 200Y Schmetterling (1:36,43).
Nach der abgeschlossenen Collegesaison heißt es nun für alle, den Fokus von der Yard- auf die Langbahn umzulegen und sich voll und ganz auf den anstehenden Qualifikationszeitraum für die Weltmeisterschaften und andere internationale Großveranstaltungen diesem Sommer zu konzentrieren.
Die Platzierungen der deutschen Schwimmer bei den NCAA-Meisterschaften:
- Louis Dramm (University of North Carolina): 200Y Lagen Platz 11 (1:40,92) - 400Y Lagen Platz 13 (3:39,41) - 200Y Schmetterling Platz 36 (1:42,72)
- Cornelius Jahn (Ohio State University): 200Y Rücken Platz 17 (1:39,61)
- Björn Kammann (University of Tennessee): 100Y Schmetterling Platz 31 (45,39) - 200Y Schmetterling Platz 9 (1:39,69)
- Rafael Miroslaw (Indiana University): 100Y Freistil Platz 27 (42,06) - 200Y Freistil Platz 16 (1:32,69)
- Danny Schmidt (Auburn University): 200Y Lagen Platz 18 (1:42,04) - 200Y Freistil Platz 31 (1:33,08) - 200Y Schmetterling Platz 33 (1:42,37)
- Kaii Winkler (North Carolina State University): 100Y Freistil Platz 26 (42,01) - 200Y Freistil Platz 36 (1:33,56)
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