(20.06.2024) Bei der Europameisterschaft im Schwimmen in der serbischen Hauptstadt Belgrad macht Nicole Maier den Medaillensatz der deutschen Beckenmannschaft komplett und schwimmt bei ihrer internationalen Premiere in Bestzeit zu Bronze.

In einer starken Zeit von 1:57,36 Minuten über die 200m Freistil der Damen blieb Nicole Maier zum ersten Mal unter der Marke von 1:58-Minuten und sicherte sich damit Rang drei. Vom Anfang bis zum Ende des Rennens schwamm sie auf Medaillenkurs und pulverisierte dadurch regelrecht ihre Vorlaufzeit um fast anderthalb Sekunden. Maier hatte bereits im Rahmen der Olympia-Qualifikationsphase ihr Können aufblitzen lassen und sich für einen Platz in der deutschen 4x200m Freistilstaffel empfohlen. Dass sie (bisher) nicht für Paris nominiert wurde, habe laut DOSB und DSV formelle Gründe. Es bleibt abzuwarten, welche Entscheidung hier getroffen wird.

Die sportlichen Argumente hat Maier mit ihrem heutigen Auftritt deutlich untermauert. Für die deutsche Staffel wäre ihr Leistungsvermögen ein wichtiger Faktor. Mit ihrer heutigen Zeit kam sie sogar bis auf eine Zehntel an die Normzeit für einen Einzelstart in Paris heran. Bei Olympia mitmischen möchte über die 200m Freistil auch die Tschechin Barbora Seemanova. In 1:55,37 Minuten wurde sie unangefochtene Europameisterin und erschwamm sich somit nach ihrem Triumph auf den 100m Freistil nun auch den Titel über die doppelte Strecke. Zwischen Seemanova und Maier reihte sich die Ungarin Minna Abraham (1:57,22) ein.

Im 100m Schmetterling-Finale der Herren ging Luca Nik Armbruster auf volles Risiko. Nach einer schnellen Angangszeit wendete er nach der Hälfte des Rennens als Erster, konnte diesem Tempo allerdings nicht standhalten und schlug am Ende in 51,88 Sekunden auf Platz sieben an. Kristof Milak (50,82) und sein Mannschaftskollege Hubert Kos (50,96) bescherten den Ungaren mit Gold und Silber einen Doppelsieg. Bronze ging an Polen, vertreten durch Jakub Majerski (50,98).

Das deutsche Quartett um Martin Wrede, Peter Varjasi, Björn Kammann und Ole Mats Eidam schwamm im Finale 4x 100m Freistil männlich in 3:14,56 Minuten zu Platz sechs. In einem spannenden Kampf um die Podestplätze blieb der Gewinner bis zum Anschlag ungewiss. Nach mehreren Führungswechseln setzte sich letzten Endes die serbische Mannschaft mit Unterstützung des heimischen Publikums durch und schlug in 3:12,90 Minuten vor der Mannschaft aus Polen (3:13,25) und den Herren aus Griechenland (3:13,73) an.

Das erste Halbfinale über die 200m Freistil männlich bestritt Phillip Peschke. Trotz einer Leistungssteigerung im Vergleich zu seiner Vorlaufzeit reichte es am Ende in 1:48,24 Minuten nicht für den Einzug in das morgige Finale, sodass Peschke den Wettkampf auf dem 15. Platz beendete. In einem weiteren Halbfinale der Herren, dem der 50m Rücken, sprang Cornelius Jahn ins Wasser. In 25,38 Sekunden schwamm er auf Rang 11.

In den weiteren Finals landeten folgende Schwimmer auf dem Podest:

50m Rücken (w):

1. Danielle Hill (IRL 27,73)
2. Theodora Drakou (GRE 27,87)
3. Adela Piskorska (POL 28,00)

200m Br (m):

1. Lyubomir Epitropov (BUL 2:09,45) & Erik Persson (SWE 2:09.45)
3. Jan Kalusowski (POL 2:10,20)

Links zur Schwimm-EM 2024:

Bilder: European Aquatics

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