(18.06.2024) Nach ihrem Überraschungsgold von Tokio über die 100m Brust verpasste Lydia Jacoby nun ähnlich unerwartet die Chance auf ihre Titelverteidigung bei den Olympischen Titelkämpfen von Paris. Bei den US Trials in Indianapolis gelang es der Trainingspartnerin von Deutschlands WM-Medaillengewinnerin Anna Elendt nicht, sich auf ihrer Paradestrecke für Olympia zu qualifizieren.

In 1:06,37 Minuten musste sich Jacoby der nationalen Konkurrenz um Lilly King (1:05,43) und Emma Weber (1:06,10) geschlagen geben. Da bei Olympia pro Nation lediglich zwei Aktive auf jeder Strecke an den Start gehen dürfen, wird die amtierende Olympiasiegerin als Drittplatzierte der laufenden Trials nicht mit nach Paris fahren. Auf der doppelten Distanz wird Lydia Jacoby im Laufe dieser Woche dann aber eine erneut Qualifikationschance bekommen. 

Genau wie Lily King qualifizierte sich auch Ryan Murphy über die 100m Rücken für seine dritten Olympischen Spiele. In 52,22 Sekunden schwamm der Doppelolympiasieger von Rio sowohl an die Spitze des nationalen Klassements als auch auf Platz eins der aktuellen Weltjahresbestenliste. Gesellschaft in Paris wird er unter anderem von Hunter Armstrong (52,72) bekommen. 

Über die 200m Freistil ging es für die amerikanischen Schwimm-Asse neben den Einzeltickets auch um die begehrten Staffelplätze für die 4x200m Quartette der Männer und Frauen. In 1:44,89 Minuten machte Luke Hobson seine erste Olympiateilnahme perfekt. Und auch Chris Guiliano (1:45,38) wird in Paris das Doppel aus Einzel und Staffel bestreiten dürfen. In einem insgesamt sehr engen Rennen konnten sich zudem Drew Kibler (1:45,60) und Kieran Smith (1:45,61) für einen Platz im Team USA empfehlen. 

Bei den Damen führte wieder einmal kein Weg an der Erfolgsgarantin Katie Ledecky vorbei, die sich in 1:55,22 Minuten souverän durchsetzte. Den zweiten Einzelstartplatz sicherte sich Claire Weinstein (1:56,18) nur knapp vor Paige Madden (1:56,36), die wie Ledecky bereits über die 400m Freistil für Paris qualifiziert ist. Komplettiert werden wird die Staffel bei den Olympischen Spielen von Erin Gemmell (1:56,75). 

Im Finale der 400m Lagen der Damen triumphierte Katie Grimes (4:35,00), die in Paris auch im Freiwasser an den Start gehen wird. Das zweite Ticket sicherte sich nur knapp dahinter die Silbermedaillengewinnerin von Tokio Emma Weyant (4:35,56). 

Im einzigen Halbfinale des Abends bewies Regan Smith auch über die 100m Rücken, dass sie aktuell in herausragender Form ist. Die ehemalige Weltrekordhalterin verbesserte ihre Bestzeit um einige Hundertstel auf 57,47 Sekunden und blieb im Fernduell mit Dauerrivalin Kaylee McKeown nur 14 Hundertstel über deren Weltrekord. Bei den australischen Trials in der vergangenen Woche hatte sich McKeown in 57,41 Sekunden ebenfalls eindrucksvoll präsentiert. Es bleibt also mit Spannung abzuwarten, ob sich Regan Smith im Endlauf noch einmal steigern kann. Mit Katharine Berkhoff (57,83) blieb eine weitere US-Amerikanerin als erst fünfte Schwimmerin überhaupt erstmals unter der Marke von 58 Sekunden.  

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Bild: Texas Longhorns

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