(15.06.2024) Am letzten Tag der australischen Trials in Brisbane konnten sich die australischen Schwimmstars noch einmal zahlreiche Tickets für die Olympischen Spiele in Paris sichern. Der Höhepunkt des Tages waren die 50m Freistil der Damen.

Gleich sechs Schwimmerinnen blieben in einem hochklassigen Rennen unter der Normzeit von 24,67 Sekunden, wobei Shayna Jack in 23,99 Sekunden die Nase vorne hatte und erstmals unter 24 Sekunden blieb. Dagegen verpasste die amtierende Olympiasiegerin Emma McKeon (24,32) mit nur 6 Hundertsteln Rückstand auf die zweitplatzierte Meg Harris (24,26) einen weiteren Einzelstart bei den Spielen. Für Meg Harris, die bereits für die 4x100m Freistil Staffel qualifiziert ist, bedeutet der zweite Platz die Qualifikation für ihren ersten olympischen Start auf einer Einzelstrecke. Emotional wurde es nach dem Rennen, als die vierfache Olympiasiegerin Cate Campbell, die in 24,76 Sekunden ihre fünfte Olympiateilnahme verpasste, unter dem Applaus ihrer Konkurrentinnen und des Publikums, ihre Schwimmkarriere für beendet erklärte.

Emotional wurde es auch auf den 400m Lagen der Herren. Nachdem William Petric und Brendon Smith am Donnerstag beide knapp an der Qualifikationszeit über 200m Lagen gescheitert waren, konnte die beiden heute in einem spannenden Rennen die geforderte Norm unterbieten. Brendon Smith, der australische Rekordhalter und Bronzemedaillengewinner von Tokio, hatte in 4:10,18 Minuten die Hand zuerst an der Wand und schob sich damit auf Platz 5 der Weltrangliste. Der erst 19-jährige William Petric erschwamm sich in 4:11,78 Minuten seine erste Olympiateilnahme.

Ähnlich sah das es bei den Damen aus. Auch hier konnten sich auf den 400m Lagen mit Ella Ramsey und Jenna Forrester ebenfalls zwei Schwimmerinnen für Olympia empfehlen. Während sich Ella Ramsay (4:36,56) in einem kontrollierten Rennen den Sieg schnappte, machte es Jenna Forrester spannender. In einer Zeit von 4:38,16 blieb sie nur knapp 3 Zehntel unter der Norm.

Noch knapper war es bei Matt Temple auf den 100m Schmetterling. Mit 51,15 Sekunden blieb er hauchzarte 2 Hundertstel unter australischen Qualifikationszeit von 51,17 Sekunden und kann sich über seine zweite Olympiateilnahme freuen. Pech hatte dafür der zweitplatzierte Ben Armbruster, der in 51,23 Sekunden einen weiteren Einzelstart verpasste. Als Trostpflaster dient ihm dabei sicherlich seine Qualifikation über die 50m Freistil in den zurückliegenden Tagen.

Als Medaillenanwärterin bei den Spielen dürfte sicher Lani Pallister zählen. Zum Abschluss der Trials triumphierte sie über die 1500m Freistil in souveränen 15:53,79 Minuten. Pallister, die Ende des vergangenen Jahres schon fast vier Sekunden schneller war (15:49,94), liegt nun hinter Isabel Gose auf Platz 4 der Weltjahresbestenliste. Im selben Rennen wusste auch die in Magdeburg trainierende Moesha Johnson (15:57,85) zu beeindrucken. Die Freiwasserspezialistin vollbrachte hierbei das Kunststück, sich sowohl für die Freiwasser- als auch für die Beckenwettbewerbe in Paris zu qualifizieren.

 

 

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