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(31.01.2024) Mit den Rennen der Freiwasser-Asse beginnen am Samstag die Schwimm-Weltmeisterschaften 2024 in Doha. Der ungewöhnliche WM-Termin im Februar, weniger als ein halbes Jahr vor den Olympischen Spielen sorgte bei Schwimmern und Trainern bei der Bekanntgabe für Stirnrunzeln, nun aber sind die Titelkämpfe in Katar eine wichtige Zwischenstation auf dem Weg zu den Spielen nach Paris - auch für Deutschlands Schwimmstar Florian Wellbrock.

"Ich gehe alles voll an und werde mich dann von Rennen zu Rennen hangeln, genau wie ich es zuletzt in Fukuoka oder auch in Budapest gemacht habe", meint der Olympiasieger mit Blick auf sein WM-Programm. Bereits am Sonntag stehen für ihn die 10km auf dem Plan, anschließend geht Wellbrock am Mittwoch (07.02.) über die 5km ins Rennen. Über beide Strecken holte er bei den zurückliegenden Weltmeisterschaften in Fukuoka Gold und sicherte sich über die 10km zudem damit das Olympiaticket.

"Ich habe im Freiwasser zwei Titel zu verteidigen. Das ist schon eine Mammutaufgabe, nichtsdestotrotz habe ich auch große Lust darauf und freue mich auf diese Rennen", so Wellbrock im Gespräch mit dem DSV. Nach den Open Water Events geht es für Wellbrock bei den Beckenwettbewerben weiter. Im Gegensatz zum 10km-Event ist er hier noch nicht für die Olympischen Spiele qualifiziert und hat daher in Doha die Tickets über die 800m und 1500m im Blick. 

"Das ist wieder ein hartes Programm, aber ich bin an sich gut vorbereitet. Natürlich setze ich mir für jede Strecke individuelle Ziele, aber ich muss schauen, wie weit ich damit komme." Bei der Schwimm-WM in Fukuoka bereitete die Doppelbelastung aus Freiwasser- und Beckenrennen Wellbrock durchaus Probleme. Nach der überragenden ersten Wettkampfwoche mit den Goldmedaillen über die 5km und 10km verpasste der Magdeburger in der zweiten Woche über die 800m und 1500m im Becken jeweils den Finaleinzug. 

Das soll über beide Strecken in Doha anders laufen: "Platz vier und dabei schnellster Deutscher zu sein, ist dort deswegen das Ziel, damit ich dann mit zwei zusätzlichen Olympiatickets nach Hause komme", gibt Wellbrock als Ziel für die WM aus. Konkurrenz bekommt er dabei vom Hannoveraner Sven Schwarz, der 2023 bei der U23-EM triumphierte und sich zuletzt in stark aufsteigender Form präsentierte. Nur derjenige, der in Doha als schnellster Deutscher eine Top-Vier-Platzierung einfährt, ist sicher für Olympia gesetzt. Das zweite Ticket wird dann erst im Rahmen der Olympiaqualifikationsphase im April vergeben. 

Trotz dieser Konkurrenzsituation verbindet Schwarz und Wellbrock ein gutes Verhältnis. "Ich war mit Sven 2022 zusammen bei der Bundeswehrgrundausbildung in Hannover, wir verbringen auch sehr viel Zeit in den Trainingslagern und bei diversen Wettkämpfen miteinander, dadurch kennen und verstehen wir uns extrem gut. Ich denke, das macht unseren sportlichen Konkurrenzkampf um so fairer und auch schöner." 

Mit Blick auf die internationale Konkurrenz könnten Wellbrock und Schwarz in Doha davon profitieren, dass mit dem US-Amerikaner Bobby Finke und Sam Short aus Australien zwei Athleten fehlen, die 2023 jeweils über die 1500m und 800m auf dem Podest standen. Gemeldet sind hingegen der doppelte Titelverteidiger Ahmed Hafnaoui aus Tunesien, der irische Durchstarter Daniel Wiffen sowie Wellbrocks Dauerkonkurrent Gregorio Paltrinieri aus Italien. Uns erwarten also zwei spannende Wochen des Schwimmsports auf Weltniveau - ein kleiner Vorgeschmack auf den im Sommer anstehenden großen Höhepunkt des Schwimmjahres, wenn es dann in Paris endlich wieder um Olympisches Edelmetall geht.

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