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(05.02.2023 | Bild: Christian Gold) Punktstärkste Mannschaft sowohl bei den Damen als auch bei den Herren, die punktbesten Einzelleistungen in der kompletten 2. DMS-Bundesliga. All dies spricht für einen erfolgreichen Wettkampf des SC Magdeburg am Wochenende in der DMS-Staffel Nord in Hannover, welcher eigentlich mit einem Aufstieg in die 1. Bundesliga belohnt werden würde. Trotzdem werden wir in der nächsten Saison andere Vereine im Oberhaus des Schwimmsports sehen. Der SC Magdeburg will trotz des staffelübergreifenden Sieges in der 2. Bundesliga nicht aufsteigen. 

Der offizielle Wortlaut im Protokoll lautet: „Der SC Magdeburg erklärt seinen Verzicht auf einen möglichen Aufstieg in die erste Bundesliga sowohl für die Damen als auch die Herrenmannschaft.“ Bereits der doppelte Abstieg der Magdeburger in die 2. Liga wurde 2019 sehr bewusst herbeigeführt. Damals hieß es, man bevorzuge die untere Klasse, da hier im Gegensatz zur 1. Bundesliga nur an einem Tag geschwommen wird und der Anfahrtsweg in der Regel kürzer ist. Selbiges dürfte diesmal auch der Grund auf den Verzicht auf den Aufstieg sein.

Dabei ging es am Samstag durchaus spannend zu. Drei Jahre musste die deutsche Schwimmgemeinschaft warten, bis am Wochenende endlich wieder die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) ausgetragen werden durften. Beim traditionellen Teamwettkampf wird Schwimmen zum Mannschaftssport. Als Vorbereitung auf spannende Auf- bzw. Abstiegskämpfen, mobilisiert jeder Verein alle verfügbaren, aber auch ehemaligen Schwimmer und Schwimmerinnen. Die zweithöchste Liga wurde auch diesmal parallel an drei verschiedene Standorten ausgetragen. Besonders starke Leistungen gab es im Norden beim Wettkampf in Hannover zu bestaunen.

Am Ende der beiden kräftezerrenden Abschnitte kam es zu einem souveränen Doppelsieg des SC Magdeburg. Durch Unterstützung der deutschen Star-Schwimmer um Florian Wellbrock, Isabel Gose und Lukas Märtens gewannen beide Teams, die zudem mit vielversprechenden jungen Talenten gespickt waren, nicht nur ihre separate Staffel im Norden, sondern hatten auch die meisten Punkte im gesamten Ligavergleich. (Siehe hier: 2. DMS-Bundesliga 2023: Das Ranking aller Teams)

Während die Herren (23.155 Punkten) mit komfortablen Abstand von 579 Punkten vor der zweitplatzierten Mannschaft W98 Hannover (22.576) im Norden triumphierten, war es bei den Damen ein spannender Zweikampf um den Sieg. Im letzten Rennen des Wettkampfs, den 100m Freistil, wuchs Jasmin Kroll von den Wasserfreunden Spandau 04 nochmal über sich hinaus. Mit einer Zeit von 54,56 Sekunden holte sie 100 Punkte auf Magdeburg auf, sodass ihr Team mit lediglich 22 Punkten Rückstand den Wettkampf beendete. Die punktbesten Einzelleistungen erzielten Isabel Gose über die 400m Freistil (4:01,79 – 905 Pkt.), sowie Mykhailo Romanchuk über die 1500m Freistil (14:27,91 – 929 Pkt.), beide für den SC Magdeburg. Olympiasieger Wellbrock war bei dem Kurzbahn-Event über die 200m Freistil (1:47,26), 400m Freistil (3:45,87) und 800m Freistil (7:43,85) im Einsatz und wagte zudem einen Ausflug auf die 200m Schmetterling (2:01,46) sowie die 400m Lagen (4:21,89).

Während bei den Damen damit auf dem Papier zunächst beide Aufsteigermannschaften aus dem Norden kamen, ging es bei den Herren wesentlich enger zur Sache. Die beste Mannschaft aus der 2. DMS-Bundesliga Süd, SV Nikar Heidelberg, mit Nationalschwimmer Josha Salchow erreichte am Ende 22.779 Punkte und platzierte sich mit knapp 200 Punkten Vorsprung auf W98 Hannover als vermeintlich zweiter Aufsteiger hinter der Mannschaft des SC Magdeburg. Salchow brachte über die letzten 100m Freistil (47,44 – 844 Pkt.) auf die punktbeste Einzelleistung des Wettkampfes ins Wasser.

Somit standen bei den Damen die Teams des SC Magdeburg und Wasserfreunde Spandau 04 und bei den Herren die Mannschaften des SC Magdeburg sowie SV Nikar Heidelberg auf den Aufstiegsplätzen. Insgesamt drei von vier Teams wären somit aus dem Norden gekommen.

Durch den Verzicht von Magdeburg rücken nun aber bei den Damen der SC Chemnitz v. 1892 als zweite Aufsteigermannschaft nach. Sie gewannen die 2. Bundesliga Süd mit 21.865 Punkten. Bei den Herren wird der Verein W98 Hannover für die starken Leistungen doch noch belohnt, denn auch sie rücken als zweite Aufsteigermannschaft nach. Dadurch haben dieses Jahr sowohl bei den Damen als auch bei den Herren jeweils eine Mannschaft aus dem Norden und aus dem Süden den Sprung in die erste Liga geschafft - vorausgesetzt die Nachrücker machen von ihrem Aufstiegsrecht gebrauch. Wir dürfen also noch ein wenig gespannt sein, wie sich die 1. DMS-Bundesliga in der neuen Saison zusammensetzt.

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