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12. April 2021

(12.04.2021) Bei der Schwimm-WM 2019 verhalf der junge Hamburger Rafael Miroslaw der deutschen 4x200m-Staffel eindrucksvoll zu Finaleinzug und Olympiaticket. In Tokio wird der 20-Jährige leider nicht davon profitieren können. Miroslaw fällt für die entscheidende Phase der Olympia-Qualifikation aus.

"Eine Schulterverletzung hält mich seit drei Monaten davon ab trainieren zu können", erklärte der WM-Finalist am Montag via Instagram und wünscht den Kandidaten für die Nationalmannschaft viel Glück bei der Jagd nach den internationalen Tickets.

Von Freitag bis Sonntag steht in Berlin der finale Qualifikationswettkampf für Olympia und Schwimm-EM an. Miroslaw zählte zu den Anwärtern auf einen Platz in der 4x200m-Staffel und hätte durchaus auch Chancen auf ein Einzelticket gehabt. Bei der WM 2019 glänzte er im Vorlauf mit einer fliegenden Zeit von 1:46,89 Minuten und war im Finale ähnlich schnell.

Dementsprechend ist sein Ausfall auch als Rückschlag für die Staffel zu werten. Zwar haben die 4x200m-Herren laut den internationalen Vorgaben einen Startplatz in Tokio sicher, doch die vom Deutschen Schwimm-Verband auf nationaler Ebene vorgegebene Staffelnorm wurde noch nicht erreicht. Dafür müssen die Staffelkandidaten um Jacob Heidtmann, Henning Mühlleitner und Poul Zellmann nun am Wochenende ohne Rafael Miroslaw sorgen. Mit dem jungen Magdeburger Lukas Märtens, der in den vergangenen Tagen in seiner Heimatstadt bereits die Olympianormen über die 400 und 1500m Freistil knackte und im Vorlauf über die 200m eine 1:47er Zeit schwamm, könnte zudem ein frischer Name zum Team hinzustoßen.

Das aktuelle Ranking der 4x200m Freistilherren im Olympia-Qualifikationszeitraum:

4x200m Freistil - Herren
1 Henning Mühlleitner 01:48,08 Eindhoven
2 Poul Zellmann   01:48,28 Eindhoven
3 Jacob Heidtmann   01:48,31 Stockholm
4 Timo Sorgius   01:49,51 Magdeburg
  Norm: 07:09,95   07:14,18