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14. Oktober 2012

(02.06.2011) Am dritten Tag der Deutschen Meisterschaften in Berlin sorgte Jan David Schepers für das Highlight des Wettkampfes. Über die 200m Lagen unterbot der Essener überraschend die die WM-Norm und darf sich nun starke Hoffnungen auf das Ticket für Shanghai machen. Den einzigen DM-Titel des Tages sicherte sich Katharina Schiller über die 400m Lagen. Silke Lippok und Paul Biedermann konnten sich über ihre Paradestrecke 200m Freistil souverän für das Finale qualifizieren. Steffen Deibler und Benjamin Starke verfehlten die WM-Norm über die 100m Schmetterling nur knapp.

 

Damit hatten wohl nur wenige gerechnet: Jan David Schepers unterbot bereits im Vorlauf über die 200m Lagen die geforderte WM-Norm. In 1:59,03 Minuten blieb er 39 Hundertstel unter der vom DSV geforderten Pflichtzeit und liegt in der Weltrangliste damit auf dem sechsten Platz. “Der hat seine Chance genutzt”, so Bundestrainer Dirk Lange. “Besser hätte er es nicht machen können.” Schepers ist damit nach Yannick Lebherz, Helge Meeuw und Hendrik Feldwehr bereits der vierte Schwimmer, der bereits in den Vorläufen die WM-Norm knacken konnte. Im Finale müssen diese Athleten nun noch auf Platz eins oder zwei schwimmen um das Ticket für Shanghai sicher zu haben.

Katharina Schiller siegt über 400m Lagen

In der einzigen DM-Entscheidung des Tages sicherte sich Katharina Schiller über die 400m Lagen in 4:46,08 Minuten den Titel. Die WM-Norm (4:38,28) lag für sie außerhalb der Reichweite. “Der Titel stimmt mich positiv. Ich bin ganz zufrieden. Schauen wir mal, was noch so kommt”, so Schiller. Silber ging an Nina Schiffer in 4:50,54 Minuten. Theresa Michalak kam in 4:51,60 auf den dritten Rang. Titelverteidigerin Juliane Reinhold verzichtete gesundheitsbedingt auf ihren Start.

Biedermann und Lippok souverän im Finale

Weltmeister Paul Biedermann zog über die 200m Freistil souverän ins Finale ein. In 1:48,36 Minuten war er zwar zwei Hundertstel langsamer als der Vorlaufschnellste Tim Wallburger, ließ es aber wie gewohnt zu Beginn der Rennens sehr ruhig angehen. “Das Rennen war okay, so langsam komme ich in den Wettkampf”, erklärte der Hallenser.

Bei den Damen tat es ihm Vize-Europameisterin Silke Lippok gleich. Sie schwamm in 1:57,42 Minuten die schnellste Vorlaufzeit. Die 17-Jährige blieb dabei nur 4,4 Zehntel über der WM-Norm und konnte zudem einen neuen Altersklassenrekord aufstellen. Weltweit war es die elftschnellste Zeit des Jahres. “Wenn es um etwas geht, dann wirds hoffentlich noch einmal etwas schneller,” so Lippok mit Blick auf das Finale. Britta Steffen legte in 1:59,25 die zweitbeste Leistung der Vorläufe hin, wird jedoch auf ihren Final-Einsatz verzichten.

Deibler und Starke kratzen an der WM-Norm

Über die 100m Schmetterling verfehlten Steffen Deibler und Benjamin Starke die WM-Norm (52,25) nur knapp. Deibler schwamm in 52,32 Sekunden die schnellste Zeit der Vorläufe. Starke folgt ihm mit einem Abstand von vier Hundertstel in den Endlauf.

Helge Meeuw qualifizierte sich über die 50m Rücken in 25,48 Sekunden als Schnellster für das Finale und lag damit noch eine gute halbe Sekunde über der WM-Norm. Christian Diener konnte als Zweitschnellster in 25,67 Sekunden einen neuen Altersklassenrekord bei den 18-Jährigen aufstellen. Bei den Damen über die 50m Rücken schwamm Christin Zenner in 29,36 Sekunden die beste Zeit der Vorläufe.

Lebherz, Mensing und Sutter die weiteren Vorlaufschnellsten

Nachdem er zuvor seinen Start über die 200m Lagen ausgelassen hatte, zog Yannick Lebherz über die 200m Rücken in 1:58,61 Minuten souverän als Schnellster in den Endlauf ein. Bei den Damen tat es ihm Jenny Mensing in 2:12,54 Minuten gleich. Sonnele Öztürk konnte über diese Strecke in 2:17,45 Minuten bei den 13-jährigen Mädchen für einen neuen Altersklassenrekord sorgen.
Über die 100m Schmetterling der Damen zog Sina Sutter in 59,69 Sekunden als Schnellste in den Endlauf ein.

Die heutigen Jahrgangsmeister:

200m Freistil weiblich:
1994: Silke Lippok 1:57,42 DAR
1993: Julika Niegisch 2:02,29
1992: Annika Bruhn 2:00,38

200m Freistil männlich:
1992: Michel Ziemann 1:52,09

400m Lagen weiblich:
1998: Sara Bacher 5:04,55
1997: Leonie Antonia Beck 4:58,51
1996: Kathrin Demler 4:52,03
1995: Nancy Schuchhardt
1994: Tina Rüger 4:55,49
1993: Alisa Riebensahm 5:01,23
1992: Theresa Michalak 4:52,32

50m Rücken männlich:
1992: Lukas Nattmann 26,87

50m Rücken weiblich:
1994: Silke Lippok 29,44
1993: Johanna Roas 29,88
1992: Lisa Graf 29,47

200m Lagen männlich:
1992: Robert Bigelmann 2:04,75

200m Rücken männlich:
1992: Mark Fischer 2:04,95

200m Rücken weiblich:
1994: Silke Lippok 2:14,68
1993: Dörte Baumert 2:18,96
1992: Lisa Graf 2:15,90

100m Schmetterling männlich:
1992: Melvin Herrmann 54,72

100m Schmetterling weiblich:
1994: Sarah Silveira 1:01,92
1993: Lena Kalla 1:00,60
1992: Theresa Michalak 00:59,85