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(16.11.2019) Ein Weltrekord bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften: Damit hätte vor Beginn der Titelkämpfe von Berlin wohl kaum jemand gerechnet. Doch warum eigentlich, wenn man Weltmeister und WM-Medaillengewinner am Start hat? Deutschlands neue Weltklasseschwimmer untermauerten heute jedenfalls erneut ihren internationalen Anspruch.

Mit ihrer Weltrekordzeit von 15:18,01 Minuten über die 1500m Freistil sorgte Sarah Köhler dabei klar für das lauteste Ausrufezeichen. Sie selbst war nach dem Rennen sichtlich sprachlos und überrascht. Der Weltrekord sei der "absolute Wahnsinn", meinte Köhler, die auf der Langbahn ja immerhin nichts Geringeres als die amtierende Vize-Weltmeisterin ist.

Ihr Coach Bernd Berkhahn hingegen hatte die Bestmarke durchaus auf dem Zettel. "Der Weltrekord war fast mit Ansage. Ich habe Sarah gestern schon die Aufgabe gegeben, heute den Weltrekord zu schwimmen", erklärte Berkhahn im Anschluss an die Rekordleistung. "Nach den 800m Kraul schien es bereits erreichbar, da es die Konstanz ist, die sie auszeichnet und das hat wirklich gut funktioniert."  

Wenige Minuten vor Köhler hatte ihr Trainings- und Lebenspartner Florian Wellbrock für den ersten Rekordkracher in Berlin gesorgt. In 7:32,04 Minuten stellte der zweifache Weltmeister einen neuen Deutschen Rekord über die 800m Freistil auf. Weltweit war das die bisher schnellste Zeit des Jahres. Im Alltime-Ranking des Events liegt Wellbrock damit an sechster Stelle.

"Nach dem Höhentrainingslager war es wichtig, dass ich nach den 1500 erstmal einen Tag Pause gemacht habe und das hat sich heute ausgezahlt. Auf der Kurzbahn habe ich mich sonst immer ein bisschen schwer getan und jetzt den deutschen Rekord von Florian Vogel zu brechen, das ist schon sehr, sehr gut", meinte Wellbrock zu seinem Rennen.

Die beiden Meister waren nicht die einzigen, die heute auf den langen Strecken begeisterten. Bei den Herren sorgte der erst 17-jährige Vizemeister Sven Schwarz in starken 7:36,00 Minuten für einen neuen Junioren-Weltrekord und auch die weiteren Medaillengewinner Henning Mühlleitner (7:38,76), Leonie Beck (15:49,69) und Celine Rieder (15:55,51) waren flott unterwegs.

Auf den Sprintstrecken durften die Zuschauer in Berlin am Samstag ebenfalls schnelle Leistungen bestaunen. Bei den Herren stellte der 17-jährige Artem Selin in 21,55 Sekunden vor Christoph Fildebrandt (21,82) und Fabian Schneider (21,98) einen neuen Deutschen Altersklassenrekord auf und qualifizierte sich damit für die Kurzbahn-EM im Dezember. Der Youngster Selin machte mit Blick auf die Kurzbahn-EM direkt eine Ansage: "Das ist ein wichtiger Wettkampf für mich und ich habe mich über meine Hauptstrecke für die EM qualifiziert. Mein Ziel ist es, dort den Junioren-Weltrekord zu knacken."

Im Sprintfinale der Damen sorgte Lisa Höpink für eine kleine Überraschung. In 24,37 Sekunden verwies sie die Titelverteidigerin Jessica Felsner auf Platz zwei. Beide blieben damit ebenso wie die drittplatzierte Jessica Steiger (24,55) unter der Norm für die Kurzbahn-EM 2019. Auf Platz vier schwamm Angelina Köhler (24,64) einen Altersklassenrekord. 

Weitere EM-Normen wurden auch bei den Lagenschwimmern erbracht. Über die 200m der Damen holte Zoe Vogelmann in 2:08,97 Minuten Gold mit neuem Deutschen Altersklassenrekord. Silber ging an die Leipzigerin Marie Pietruschka in 2:09,95 Minuten vor Maya Tobehn (2:11,21). Die EM-Qualifikationszeit stand hier bei 2:11,00 Minuten. Bei den Herren blieb nur Philip Heintz (1:54,25) unter der EM-Norm (1:56,00). Komplettiert wurde das Podium von Ramon Klenz (1:56,05) und Felix Ziemann (1:57,12).

Bei den Rückenschwimmern empfahl sich Laura Riedemann in 57,86 Sekunden ebenso wie Nadine Laemmler (58,40) für die EM. Bronze ging dahinter an Jenny Mensing (58,89). Bei den Herren blieben wie schon auf der doppelten Distanz Christian Diener (50,77) und Ole Braunschweig (51,30) unter der Qualifikationszeit für die Kurzbahn-EM. Den dritte Platz sicherte sich Comeback-Schwimmer Jan-Philip Glania (51,81).

Vor ihren Medaillen über die 50m Freistil hatten Lisa Höpink (30,78) und Jessica Steiger (30,80) bereits über die 50m Brust auf dem Podest gestanden. Den Vortritt mussten sie hier allerdings der WM-Finalistin Anna Elendt überlassen, die in 30,52 Sekunden einen Altersklassenrekord bei den 18-Jährigen aufstellte. Das Finale der Herren gewann in 26,64 Sekunden Max Ziemann vor seinem Neckarsulmer Teamkollegen Peter Stevens (26,82) und dem Frankfurter Lucas Matzerath (27,05).

Die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften neigen sich damit dem Ende entgegen. Am Sonntag stehen erneut zehn Entscheidungen auf dem Plan. Sarah Köhler und Florian Wellbrock werden wir herbei über die 400m Freistil wiedersehen.

Die wichtigsten Links zur Kurzbahn-DM 2019

Bild: thesportpicturepage


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