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(28.10.2019) Nachdem Marco Koch bereits am ersten Tag des ISL-Meetings in Budapest die 200m Brust für sich entscheiden konnte, präsentierte er sich auch am Sonntag in überzeugender Form. Bei seinem Rennen über die 100m Brust reichte es zwar "nur" zu Platz sechs.

In 58,40 Sekunden unterbot Koch aber erstmals über diese Strecke in diesem Jahr die Normzeit für die Kurzbahn-Europameisterschaften 2019. Gleiches gelang seiner Teamgefährtin Reva Foos über die 400m Freistil. Sie schwamm in 4:04,99 Minuten um genau eine Hundertstel unter die zur EM-Qualifikation geforderte Zeit.

Den Sieg über die 100m Brust schnappte sich standesgemäß der britische Superstar Adam Peaty (56,19), dessen Team am Wochenende in Budapest das Event der International Swimming League dominierte. Die Mannschaft London Roar setzte sich mit 505,5 Punkten souverän mit mehr als 80 Zählern Vorsprung vor den restlichen drei Teams durch. Auch Christian Diener punktete am Sonntag wieder für die Briten. Er wurde über die 100m Rücken in 50,78 Sekunden Fünfter.

Hinter London Roar lieferten sich die Gastgeber vom Team Iron einen packenden Kampf mit der US-Mannschaft LA Current. Dabei sorgte vor allem Superstar Katinka Hosszu dafür, dass ihre Mannschaft am Ende die Nase vorn hatte. Mit 47 Punkten bei insgesamt sieben Starts wurde sie zur "MVP" - der wertvollsten Schwimmerin des gesamten Meetings.

Erstmals ging diese Auszeichnung bei den ISL-Wettkämpfen damit nicht an einen Sprinter. Die Kurzstreckenspezialisten haben stets einen Vorteil, da sie zum einen in vielen Staffeln eingesetzt werden können und zum anderen im abschließenden KO-Wettbewerb über die 50m Freistil kräftig punkten können. 

Foos' und Kochs Team New York Breakers musste sich wie schon beim Meeting in Lewisville in der zurückliegenden Woche mit dem vierten Platz zufrieden geben. Ihr Teamkollege Marius Kusch war über die 50m Schmetterling in 22,89 Sekunden schnell unterwegs und musste sich zudem als Rückenschwimmer (8. 100m - 54,43) beweisen. 

Damit haben die Breakers nur noch eine rein theoretische Chance, sich für das Liga-Finale in Las Vegas zu qualifizieren. Für jedes Team steht nur noch ein Vorrundenmeeting auf dem Programm. Am 15. und 16. November treffen alle vier US-Teams aufeinander. Eine Woche später sind die europäischen Teams in London gefordert. Die jeweils besten beiden Mannschaften eines jeden Kontinents starten dann am 20. und 21. Dezember beim großen Finalevent in Las Vegas.

Während sich in den USA noch rein rechnerisch alle Mannschaften Hoffnungen machen dürfen, hat aus dem Kreis der europäischen Teams die italienische Mannschaft Aqua Centurions keine Chance mehr. Hier wird es spannend sein zu sehen, ob das Team Iron doch noch die Favoriten aus London oder von Energy Standard ärgern kann.

Endstand des ISL-Meetings Gruppe B in Budapest:

  1. London Roar – 505,5
  2. Iron – 425,0
  3. LA Current – 408,0
  4. NY Breakers – 292,5

Zwischenstand Ligawertung ISL nach zwei von drei Meetings pro Team:

Europa:

1. Energy Standard – 8
1. London Roar  – 8
3. Team Iron – 5
4. Aqua Centurions – 2

USA:

  1. Cali Condors – 6
  2. LA Current – 5
  3. DC Trident – 4
  4. New York Breakers – 2