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(27.10.2019) Zwei Bahnen - zwei Sprinter - One-on-One im Kampf um die Hundertstel: Die Speedo 25m-Challenge hat sich zum Abschluss der Smit Sport Opera Swim Classics in Wuppertal zum echten Krimi entwickelt. Am Ende setzte sich der mehrfache Olympiasieger und Top-Favorit Anthony Ervin durch.

Doch der Kölner Marcel Nagy sorgte für beachtliche Gegenwehr. Bis zum Anschlag war das Rennen offen, beim Anschlag hatte dann aber Ervin knapp eher die Finger an der Matte. In 10,25 Sekunden schnappte er sich mit nur acht Hundertsteln Vorsprung vor dem US-erfahrenen Nagy den Sieg in der 25m-Challenge, die sich übers Wochenende hinweg auf fünf Runden erstreckte - beziehungsweise für Ervin sogar über sechs Rennen.

Denn schon zuvor hatte es der US-Superstar richtig spannend gemacht. Im Halbfinale der besten Vier schlug er in 10,40 Sekunden zeitgleich mit dem Wiesbadener Felix Ziemann an. Das hieß: Ausschwimmen! Hier setzte sich Ervin dann gegen Ziemann, der zuvor schon den Sieg über die 200m Lagen (1:59,54) geholt hatte, um ein paar Zehntel durch. 

Insgesamt stand der Stargast aus den USA in Wuppertal dreimal ganz oben auf dem Podest. Vor dem Triumph in der Challenge sprintete er über seine Paradestrecke 50m Freistil, die er bei den Olympischen Spielen 2000 und 2016 gewinnen konnte, in 22,27 Sekunden auf Platz eins und holte damit das Opera Triple auf den kurzen Kraulstrecken, denn auch über die 100m Freistil hatte er Gold geholt.

"Das waren ein paar intensive Tage, mit all den Rennen", meinte er später. "Die Youngsters haben es mir echt nicht einfach gemacht, aber es war ein riesiger Fun hier."

Bei den Damen krönte sich erneut Jessica Felsner zur Sprintkönigin der Schwimmoper. Nachdem sie am Samstag bereits die 100m Freistil und 50m Schmetterling gewonnen hatte, war sie heute auf den kurzen Kraulstrecken eine Klasse für sich. Zunächst gewann sie die 50m Freistil in 24,91 Sekunden. Zum Abschluss des Wettkampfes verteidigte sie dann gegen schnelle niederländische Konkurrenz noch ihren Vorjahressieg in der 25m-Challenge und sorgte in 11,45 Sekunden für einen würdigen Schlusspunkt des Events in Wuppertal.

Bei den Herren krönte sich der Lokalmatador Christian vom Lehn zum erfolgreichsten Goldsammler des Wochenendes. Er gewann heute die 100m Schmetterling (53,47) und 50m Brust (27,45). Am Samstag lieferte er bereits über die 100m Brust und 100m Lagen die schnellsten Zeiten ab. 

Drei Oper-Titel gab es am Wochenende für Alexandra Wenk. Sie gewann nach ihrem Sieg über die 400m Lagen vom Freitag heute auch die 200m Lagen (2:13,92) sowie die 100m Schmetterling (59,66). 

Spannend auf hohem Niveau machten es am dritten Wettkampftag zudem die Herren über die 200m Freistil. Hier hatte der Niederländer Bart Sommeling nach 1:47,04 Minuten die Hand nur um sieben Hundertstel vor dem Darmstädter Julius Flohr an der Wand. Marieke Tienstra sorgte bei den Damen in 1:58,31 Minuten für einen niederländischen Doppelsieg über diese Strecke.

Auch wenn durch die 25m-Challenge und die Starts von Olympiasieger Anthony Ervin am Wochenende ein starker Fokus auf den Sprintern lag, lieferte letztlich eine Ausdauerschwimmerin die stärksten Einzelleistungen ab: Mit ihren Zeiten über die 400 und 1500m Freistil (Weltjahresbestzeit!) sorgte die Würzburgerin Leonie Beck dafür, dass das Event in Wuppertal auch auf internationaler Ebene Beachtung fand.

Die weiteren Siege am letzten Wettkampftag der Smit Sport Opera Swim Classics holten sich:

  • 100m Rücken: Bauch, Alexander 1999 DSW 1912 Darmstadt e.V. 00:53,52
  • 100m Rücken: Mensing, Jenny 1986 SC Wiesbaden 1911 00:59,41
  • 200m Brust: Kühling, Alexander 1997 SG Bayer 02:12,17
  • 200m Brust: Kroniger, Anna 2000 SV Blau-Weiß Bochum 02:29,51

BILD: Thesportpicturepage

Die Links zu den Smit Sport Opera Swim Classics 2019

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