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(24.10.2019) Die Olympischen Spiele rücken näher und wie so oft, wenn die Ringe locken, erinnern sich einige ehemalige Stars daran, wie es war auf dem Block zu stehen. Bei so manchem weckt dies die Lust nach mehr - so auch beim kanadischen Spitzensprinter Brent Hayden. Mehr als sieben Jahre, nachdem er 2012 in London Olympia-Bronze über die 100m Freistiil holte und danach überraschend seine Karriere beendete, begibt sich der Ex-Weltmeister auf den Comebackpfad.

"Ich trainiere so, als würde es für mich um die Medaillen gehen", erklärt Hayden gegenüber dem kanadischen Sender CBC. "Ich werde mich auf die 50m konzentrieren, denn meine Spitzengeschwindigkeit ist schon jetzt höher als sie es je zuvor war", so der mittlerweile 36-Jährige, der in seinen besten Tagen vor allem auf der 100m-Strecke Erfolge feierte und bei seinem Comeback auch ein Auge auf die Plätze in den kanadischen Olympiastaffeln geworfen hat.

Seinen größten Triumph fuhr Hayden bei den Weltmeisterschaften 2007 in Australien ein. Über die 100m Freistil kraulte er hier zum WM-Sieg. Fünf Jahre später setzte er mit der Olympia-Medaille in London seiner Karriere einen glänzenden Schlusspunkt. Doch nicht alles was nach außen hin strahlt, ist auch von hellem Licht erfüllt. Hayden selbst hatte in der Endphase seiner Laufbahn mit körperlichen und mentalen Problemen zu kämpfen.

"Ich habe aufgehört, weil ich dem schlimmsten Jahr meines Lebens ein Ende bereiten wollte", meint er heute zurückblickend. Auch der Olympia-Erfolg habe ihm keine Motivation verschafft - im Gegenteil. "Ich habe dies Medaille trotz und nicht wegen allem bekommen."

Diese Phase liegt nun weit hinter Hayden - ebenso lange aber hatte er dem Schwimmen den Rücken gekehrt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die frische Motivation ihn bis nach Tokio bringen wird.