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(07.10.2019) Sarah Sjöström, Chad le Clos, Florent Manaudou - die großen Stars haben dem ersten Meeting der neuen International Swimming League den Stempel aufgedrückt. Am Ende sorgte das Trio maßgeblich dafür, dass das Team "Energie Standard" beim Liga-Auftakt in Indianapolis (USA) den Sieg davon trug.

Zur besten Schwimmerin schwang sich dabei Sarah Sjöström auf. Neunmal sprang sie am Wochenende ins Becken, gewann unter anderem die 50m Schmetterling (25,16), 100m Freistil (51,76), 100m Schmetterling (55,65) und 50m Freistil (23,58) mit Weltklasse-Zeiten. Insgesamt 55,5 Punkte steuerte sie zum Gesamtergebnis ihres Teams bei und wurde so zur "MVP" - der wertvollsten Schwimmerin des Meetings.

Auch ihre Teamkollegen ließen sich nicht lumpen. Besonders Chad le Clos (43) und Comeback-Star Florent Manaudou (41) präsentierten sich in starker Form. Lange Zeit waren auch die "Cali Condors", angeführt von der 50m-Rücken-Weltmeisterin Olivia Smoliga dem Energy Standard Team auf den Fersen.

Für die an der Westküste beheimatete US-Mannschaft punkteten vor allem die Damen. Smoliga mit 44 Zählern aber auch die Olympiasiegerin Lilly King oder Sprintspezialistin Kelsi Dahlia trugen dazu bei, dass das Meeting lange Zeit offen blieb. 

Die Entscheidung fiel am Ende des Wettkampfes in den KO-Rennen über die 50m Freistil. Bei diesen stehen zunächst acht Athleten (je zwei pro Team) auf den Blöcken. Die besten vier von ihnen dürfen noch einmal ran und direkt danach kommt es zum One-on-One-Finale der schnellsten zwei Athleten. In diesem Format gibt es allein 27 Zähler für den Sieger und 21 Zähler für Rang zwei. 

Das Energy Standard Team räumte hier alles ab: Bei den Damen punkteten Sarah Sjöström und Femke Heemskerk voll. Bei den Herren waren Florent Manaudou und Ben Proud vorn. Das Quartett sicherte seinem Team so satte 96 Zähler und damit auch den Gesamtsieg.

Die Teams mit deutscher Beteiligung mussten sich mit den Plätzen drei und vier zufrieden geben. Für die US-Mannschaft DC Trident war Annika Bruhn am Sonntag mehrmals als Staffelschwimmerin im Einsatz und überzeugte auf den 100m Kraul mit Splits von 53,22 und 53,30 Sekunden.

Philip Heintz (200m Lagen - 1:54,41) und Franziska Hentke (200m Schmett. - 2:06,94) holten für ihre Mannschaft Aqua Centurions jeweils dritte Plätze. Über die 400m Freistil landete Sarah Köhler (4:02,42) auf Rang vier und Poul Zellmann (3:43,15) wurde Fünfter. Beide starten ebenfalls für die in Italien beheimatete Mannschaft von Superstar Federica Pellegrini, die am Wochenende auch nicht verhindern konnte, dass es lediglich zu Rang vier und damit einem Punkt für die Liga-Gesamtwertung reichte.

 

Die Energy Standard Schwimmer dürfen sich damit über die frühe Führung in der Liga-Wertung freuen. Doch sie sollten sich nicht zu sicher sein: Die Cali Condors verzichteten so zum Beispiel in Indianapolis auf den Einsatz von Superstar Caeleb Dressel, der sicher auf den Sprintstrecken Florent Manaudou das Leben schwer gemacht hätte. Dressel sehen wir stattdessen beim nächsten Wettkampf. Diese findet bereits am kommenden Wochenende in Neapel statt.

Endstand ISL-Meeting Indidanapolis 2019:

  • Energy Standard, 539
  • Cali Condors, 457
  • DC Trident, 330.5
  • Aqua Centurions, 300.5

Liga-Wertung nach 1 Meeting:

  • Energy Standard, 4
  • Cali Condors, 3
  • DC Trident, 2
  • Aqua Centurions, 1
  • New York Breakers - 
  • LA Current -
  • London Roar - 
  • Team Iron - 

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