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(05.10.2019) Die International Swimming League hat begonnen! Am Samstag stiegen erstmals internationale Spitzenschwimmer für ihre Profi-Teams auf den Block. Beim Meeting in Indianapolis (USA) ließen es Stars wie Sarah Sjöström und Florent Manaudou krachen.

Es ging Schlag auf Schlag am ersten Tag der International Swimming League. Rennen für Rennen stiegen die Top-Athleten ins Becken, um für ihre Teams in der neuen Schwimm-Profiliga Punkte zu sammeln. Mit dabei waren auch mehrere deutsche Schwimmer.

Die beste Platzierung der in die USA gereisten deutschen Athleten lieferte Poul Zellmann ab. Über die 200m Freistil schlug er nach 1:44,71 Minuten als Zweiter an und sorgte damit gemeinsam mit dem Brasilianer Breno Correia für einen Doppelsieg seines Teams Aqua Centurions.

Auch Philip Heintz sammelte Punkte für die Mannschaft aus Italien. Er steuerte mit einem dritten Platz über die 400m Lagen (4:09,56) sechs Punkte zum Ergebnis der Aqua Centurions bei. Zudem gab es zwei Zähler durch Sarah Köhler, die über die 200m Freistil Siebte wurde.

Am Ende des ersten Wettkampftages fanden sich die Aqua Centurions dennoch auf dem vierten und damit letzten Platz der Teamwertung wieder. Insgesamt 163,5 Zähler sammelten die internationalen Athleten des Teams, das sich damit ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der US-Mannschaft DC Trident liefert, für die Annika Bruhn an den Start geht und am ersten Wettkampftag ihrem Team unter anderem zu Platz drei in der 4x100m Freistilstaffel verhalf.

Den Sieg des Meetings dürften am Sonntag die Schwimmer des Energy Standard Teams (250) und der Cali Condors (229,5) aus den USA unter sich ausschwimmen.

Für die Energy Standard Mannschaft sorgte unter anderem Florent Manaudou für dicke Punkte. Über die 50m Freistil zeigte der Olympiasieger von 2012, dass er trotz seiner mehrjährigen Auszeit nichts verlernt hat. In 20,77 Sekunden entschied er das Kurzbahn-Rennen für sich und setzte damit sein fulminantes Comeback fort. Zum Vergleich: Damit ist er schon bis auf eine halbe Sekunde an seinem Weltrekord (20,26) dran. Später verhalf er auch seiner 4x100m Freistilstaffel mit einem bärenstarken Split von 46,84 Sekunden zum Sieg. Auch Sarah Sjöström zeigte über die 50m Freistil mit einer Zeit von 23,58 Sekunden und Platz eins ihre starke Form und sammelte Punkte für Energy Standard.

Schon nach dem ersten Tag wird klar: Das Format hat Potential. Die Events sind professionell aufgezogen, werden mit aufwendigen Grafiken und und illustrer Hallengestaltung begleitet. Optisch macht das durchaus etwas her und der Spannungsfaktor schwimmt mit dem Blick auf die Punktwertung immer mit. Dabei ist noch nicht alles perfekt. So gab es in dem knackigen zweistündigen Format keine Verschnaufpause. Im großen Aufeinandertreffen der Stars konnte man da ab und an durchaus mal den Überblick verlieren. Wir dürfen gespannt sein auf den zweiten Wettkampfabend und wer das erste ISL-Meeting für sich entscheiden kann.