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(27.08.2019) Der australische Spitzenschwimmer Kyle Chalmers hat sich wegen seines angeborenen Herzfehlers erneut operieren lassen müssen. Das gab der 21-Jährige in dieser Woche via Instagram bekannt.

Chalmers, der erst vor wenigen Wochen Vize-Weltmeister über die 100m Freistil wurde, leidet an Supraventrikulärer Tachykardie. "Kling erstmal spektakulär, aber das ist gar nicht so ungewöhnlich. Es äußert sich dadurch, dass man plötzlich unvorgewarnt Herzrasen bekommt und der Puls mal einfach so auf 200 Schläge hochgehen kann", erklärte der Olympiasieger von 2016 uns bereits vor zwei Jahren für ein Interview in der Herbstausgabe 2017 des swimsportMagazine

Das Problem: Jeden Moment könnte er eine Attacke bekommen und ohnmächtig werden. Bereits zweimal musste er sich deswegen unters Messer legen, verpasste unter anderem aus diesem Grund die Weltmeisterschaften 2017. "Aller guten Dinge sind drei", erklärte er nun vor dem neuerlichen Eingriff. "Daumen drücken, dass die heutige Operation das Problem ein für alle Mal beheben wird."

Es bleibt zu hoffen, dass sich Chalmers rechtzeitig für die Olympischen Spiele 2020 wieder zurückmeldet. Bei der WM in Korea musste er sich zwar Caeleb Dressel geschlagen geben. Die Sportwissenschaftler des Institut für Angewandte Sportwissenschaften in Leipzig attestierten ihm aber im 100m-Freistil-Finale die höchste Endgeschwindigkeit, die sie jemals über diese Strecke feststellen konnten. Das Duell des "Spitzenspringers und -tauchers" Caeleb Dressel gegen den "Spitzenkrauler" Kyle Chalmers könnte eines der Highlights bei den Wettbewerben in Tokio werden.